Güstrower Domstraße für halbes Jahr dicht

Seit gestern ist die Domstraße gesperrt. Nur die Anwohner kommen noch rein und raus. Foto: Regina Mai
Seit gestern ist die Domstraße gesperrt. Nur die Anwohner kommen noch rein und raus. Foto: Regina Mai

von
05. Mai 2008, 07:59 Uhr

Güstrow - „Vor Jahren hätte ich wohl Angst gehabt, aber inzwischen habe ich Vertrauen in unsere Kundschaft und unser Geschäft“, sagt Ulrike Katelhön. Das Café Küppers könne seinen Gästen ein lauschiges Plätzchen auf dem Hof anbieten, wo vom Baulärm kaum etwas zu hören sein wird. „Die Straße muss gemacht werden. Wir wollen nur hoffen, dass die Termine gehalten werden“, will Annegret Dräger, Sportgeschäft, die Baustelle nehmen, wie sie kommt. „Bauchschmerzen“ hat Conny Wilken. Sie rechnet in der Opitz-Buchhandlung mit deutlichen Umsatzeinbußen. „Das wird hart“, meint Conny Wilken und denkt daran, dass allein schon die Miete monatlich erwirtschaftet werden muss.

Bis Ende Oktober, so der Plan, wird die Domstraße grundhaft in Stand gesetzt. Das schließt den Neubau eines Mischwasserkanals sowie der Hausanschlüsse, den Neubau der Gas-, Wasser- und Stromversorgung ebenso ein wie die Neugestaltung der Straßenoberfläche.

Gesperrt ist von Anfang an die gesamte Straße, auch wenn die Bauarbeiten Stück für Stück bis zum Franz-Parr-Platz vorrücken. Begonnen, so informiert die Stadtverwaltung, wird im Bereich der Kreuzung Grüner Winkel. Auch diese Straße wird gesperrt. Um den Verkehr dennoch aufrecht zu erhalten, wird die automatische Polleranlage auf dem Markt dauerhaft abgesenkt, so dass der Verkehr aus der Hageböcker Straße über den Markt fließen kann. Weiter informiert die Stadtverwaltung, dass der Stadtbus (Linien 201, 204, 205) während der Bauzeit nicht über den Markt, sondern über Plauer Straße und Lange Straße fährt. Außerdem werden die Einbahnstraßen Schlossstraße und Burgstraße Richtung Gleviner Straße gedreht.

Die Planung sehe vor, dass die Tiefbauarbeiten im ersten Abschnitt zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen. Es folgen die Abschnitte bis zur Burgstraße und dann bis zum Franz-Parr-Platz. Weiter geht die Stadt davon aus, dass im August mit den Pflasterarbeiten begonnen werden kann. Während der gesamten Bauzeit können Fußgänger die Straße passieren. Punktuell müssen sie mit Einschränkungen zu rechnen, insbesondere, wenn neue Hausanschlüsse verlegt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen