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Schwerin: Geschwindigkeitsbeschränkung auf dem Innenstadtring : Güll: Sanierung statt Tempolimit

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"Wer über eine Verkehrsberuhigung spricht, sollte sich auf neueste Untersuchungen berufen und daran seine Empfehlungen orientieren", sagt der FDP-Stadtvertreter Gerd Güll.

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erstellt am 11.Mär.2011 | 10:32 Uhr

"Wer über eine Verkehrsberuhigung spricht, sollte sich auf neueste Untersuchungen berufen und daran seine Empfehlungen orientieren", sagt der FDP-Stadtvertreter Gerd Güll und reagiert damit auf die Aussagen des Leiters des Amtes für Verkehrsmanagement, Dr. Bernd Smerdka, zur geplanten Geschwindigkeitsbeschränkung auf dem Innenstadtring. Eine ältere Arbeit der Bundesanstalt für Straßenwesen mit dem Thema "Auswirkungen unterschiedlicher zulässiger Höchstgeschwindigkeiten auf städtischen Verkehrsstraßen" besage: "Eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde kann für Vorfahrtstraßen grundsätzlich nicht empfohlen werden." Verschiedene neuere Forschungen aus diesem Jahrzehnt unterschiedlicher Einrichtungen wie der TU München in Zusammenarbeit mit Audi, der TU München mit BMW, der TU Dresden mit der ETH Zürich u. a. kämen zu dem Ergebnis, dass die Reduzierung der innerstädtischen Geschwindigkeit auf Tempo 30 die Umwelt weder hinsichtlich der Lärmbelastung noch hinsichtlich der Schadstoffausstöße entlaste.

Güll: "Die Untersuchungen zeigen übereinstimmend, dass eine optimale Verkehrsführung den besten Umweltschutz bietet." Auch praktische Untersuchungen beispielsweise in Ingolstadt, Münster oder München bestätigten diese wissenschaftlichen Ergebnisse. "Wenn sich die Stadtverwaltung und das Amt für Verkehrsmanagement ausschließlich für eine Temporeduzierung auf dem inneren Ring der Stadt Schwerin einsetzt, scheint mir, dass hier auf den Busch gekloppt wird, damit das eigentliche Problem im Keller bleibt", mutmaßt Stadtvertreter Güll. "Wichtiger als die Tempodiskussion ist eine neue Asphaltierung des Obotritenrings. Tatsächlich führen die Querrillen und Schäden der Fahrdecke zu unverhältnismäßigen Lärmbelästigungen. Ich frage die Stadtverwaltung: Wann erfolgt die Sanierung des Obotritenrings?"

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