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Dömitz: Pumpenanlagen werden über Nacht sabotiert

: Grundwasser um drei Meter gesenkt

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Um gut drei Meter ist das Grundwasser am Festungsgraben abgesenkt worden. Dort, wo einst die historische Brücke den Zugang zur mittelalterlichen Festung Dömitz erlaubte, klafft ein tiefes Loch.

svz.de von
erstellt am 24.Mär.2011 | 11:11 Uhr

Um gut drei Meter ist das Grundwasser am Festungsgraben abgesenkt worden. Dort, wo einst die historische Brücke den Zugang zur mittelalterlichen Festung Dömitz erlaubte, klafft ein tiefes Loch. "Das hier ist eine kleine Wanderbaustelle", erläutert Michael Kretschmer vom Salzwedeler Brücken- und Ingenieurbau. In dieser Baugrube entsteht die erste von vier Fundament- achsen aus jeweils acht Betonringen, die jeweils einen 1,50 Meter Durchmesser besitzen. Steht die Säule exakt übereinander, wird sie mit acht Kubikmeter Beton gefüllt. Eine fünfte Achse mit wohl zehn Ringen wird dann noch bis zur geplanten Einweihung der neuen Hauptbrücke zu Pfingsten erforderlich sein. Dann hat sich aber auch der Grundwasserspiegel lange wieder eingependelt, versichert der Tiefbauvorarbeiter.

Die Wasserregulierung stellt die Tiefbauer eigentlich vor keine großen Probleme, erläutert Marko Reimann von einer Celler Spezialfirma. "Unser Pumpsystem arbeitet zuverlässig." Ärgerlich seien der Vandalismus und die Sabotage des Systems: Anschlüsse für Saugrohre würden gelöst oder Pumpentechnik zerstört, so dass auch immer wieder Reparaturen zu zeitlichen Verzögerungen führten. So auch gestern: Es war vorgesehen, die ersten Ringe zu platzieren, doch dann musste morgens zu Arbeitsbeginn - wie vergangenen Montag und Dienstag - wieder eine Großpumpe in Stellung gebracht werden, um erneut Wassermassen in die Seitenbereiche an der Festung abzuleiten, ärgerte sich auch Kretschmer über diese Mehrarbeit. Durch die Wasserabsenkung sei es erst möglich geworden, die Sohle unter dem Damm freizubekommen, damit dort die tragenden Fundamente gesetzt werden könnten, weiß der Projektleiter für die städtebauliche Erneuerung der Stadt Dömitz, Axel Ulrich, von der Gesellschaft für Ortsentwicklung und Stadterneuerung (GOS) aus der Ludwigsluster Niederlassung.

Wenn diese Festen dann stabil aufgestellt sind, können auch alle weiteren Arbeiten mit der selben Sorgfalt für eine historisch-getreue Wiederherstellung des Haupteinganges zur größten Trutzfestung Mecklenburgs im 16. Jahrhundert erfolgen. Dafür wendet das Land als Hauptfinanzier, die Stadt, der Förderkreis "Festung Dömitz" aber auch private Förderer erhebliche Summen auf (SVZ berichtete).

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