Grundstein für Forschungs-Hochsicherheitstrakt auf Riems gelegt

Der Neubau des Hochsicherheitstrakts der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (BFAV) für das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems. Grafik: BFAV/ddp
Der Neubau des Hochsicherheitstrakts der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (BFAV) für das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems. Grafik: BFAV/ddp

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30. Oktober 2008, 02:23 Uhr

Riems - Auf der Ostseeinsel Riems ist am Donnerstag der Grundstein für einen Hochsicherheitstrakt zur Tierseuchenforschung gelegt worden. Mit dem rund 267 Millionen Euro teuren Komplex werde das Friedrich-Loeffler-Institut zu einer der weltweit führenden Forschungseinrichtungen zur Erforschung von Viruskrankheiten bei Tieren ausgebaut, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). In dem neuen Tiergesundheitszentrum sollen in den nächsten drei Jahren 30 nationale Referenzlabore mit insgesamt 470 Mitarbeitern konzentriert werden.

Errichtet wird der vom Bund finanzierte Spezialkomplex von einem Konsortium, zu dem sich die Stuttgarter Baufirma Züblin und der Schweizer Spezialplaner Itten+Brechtbühl in Basel zusammengeschlossen haben. In dem 230 Meter langen zweigeschossigen Forschungsbereich, der auch über drei unterirdische Geschosse verfügen wird, sollen 163 Spezialtierställe, 90 Labore sowie eine integrierte Tierkörperbeseitigungsanlage entstehen.

In einem separaten Untersuchungstrakt der international höchsten Sicherheitsstufe L4 können künftig auch an bis zu zehn Großtieren Untersuchungen mit hoch ansteckenden Viren durchgeführt werden, die auch auf den Menschen übertragbar sind. In den nur über mehrere Schleusen und in Sicherheitsanzügen zu betretenden Speziallaboren sollen die Experten zum Beispiel mit Erregern wie Ebola, SARS oder mit dem aus Malaysia stammenden Schweinepest-Erreger Nipah experimentieren können.

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