zur Navigation springen

Agrargenossenschaft Quitzow : Grünes Licht für Quitzower Biogasanlage

vom

Seit gestern früh ist es amtlich - die Agrargenossenschaft Quitzow kann bauen. Die Baugenehmigung für die Biogasanlage liegt vor. Optimistisch gesehen soll im August die Biogasanlage fertig sein.

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2011 | 10:55 Uhr

"Wir wollen noch in diesem Jahr Strom produzieren und 499 kW in der Stunde ins Netz der Wemag einspeisen", so Geschäftsführer Edwin Grönboldt. Sofern das Wetter offen ist, geht es mit dem Tierbau los, schätzungsweise in drei bis vier Wochen. Optimistisch gesehen soll im August die Biogasanlage fertig sein, produzieren.

Stromeinspeisung vor der Haustür, und was passiert mit der Wärme? "Mindestens 80 Prozent nimmt uns der benachbarte Schlachthof ab. Wir sorgen hier faktisch für die Grundabsicherung mit Wärme ", so Grönboldt. Der Standort der Anlage zwischen Kartoffelhalle und Schlachtbetrieb sei optimal. Dennoch, rund 900 Meter Wärmeleitung müssen dafür gebaut werden. Rund zehn Prozenten der Gesamtkosten sind dafür veranschlagt, "Geld, das sich aber rentiert", ist sich Grönboldt sicher.

Insgesamt 2,5 Millionen Euro fließen in das Projekt Bio gasanlage. "Jene wird ausschließlich mit eigenen Rohstoffen betrieben, zu etwa 30 Prozent mit Gülle und zu 70 Prozent mit Maissilage. Eigens dafür haben wir 2010 schon mehr Mais angebaut, ausreichend, damit die Anlage ein halbes Jahr produzieren kann. Die Fruchtfolge wird aber auch weiterhin gesichert", betont Grönboldt, denn man baue zudem Kartoffeln, Raps und Getreide an.

Nicht von ungefähr heißen diese Biogasanlagen bei

den Landwirten Betonkühe. Zum einem läuft in ihrem Innern ein ähnlicher Gärprozess ab wie im Pansen. Zum anderen lassen sie sich melken, zumindest im übertragenen Sinne, dafür aber gewinnbringender. Während Milch- und Getreidepreis ständigen Marktschwankungen unterliegen, sichert eine "Betonkuh" über 20 Jahre die Einnahmen. Und je breiter man als Betrieb aufgestellt ist, um so besser", betont der Geschäftsführer der Agrargenossenschaft.

Mit Biogas wollen sich auch die Quitzower ein weiteres Standbein sichern. Und mit im Boot ist der Schlachthof Vion. Hier sieht man vor allem die Nachhaltigkeit und den Synergieeffekt. Der Schlachthof hat einen hohen Bedarf an Heißwasser. Über Wärmeaustauscher sei das relativ einfach machbar. Der Nutzen liegt auf beiden Seiten: die Biogasanlage ist die Wärme los, Vion kann jene als Heißwasser nutzen und im Rückkreislauf gelangt sie in der gewünschten Temperatur wieder zurück in die Anlage.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen