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Parchim: Bauminister übergibt letzten Abschnitt : Grüne Mitte blüht und gedeiht

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Der vor 18 Jahren in Angriff genommene "Umbau" der Parchimer Weststadt in einen lebenswerten Stadtteil, in dem es grünt und blüht, fand gestern Morgen nun offiziell seinen Abschluss.

Der vor 18 Jahren in Angriff genommene "Umbau" der Parchimer Weststadt in einen lebenswerten Stadtteil, in dem es grünt und blüht, fand gestern Morgen nun offiziell seinen Abschluss. Im vierten und letzten Bauabschnitt des Quartierparks "Grüne Mitte" ist in den zurückliegenden Monaten ein rund ein Hektar großes Areal vor der Grundschule in eine terrassenförmige Grünfläche umgestaltet worden. "Eine Augenweide", schwärmte eine Anwohnerin, die es sich auf einer Parkbank gemütlich gemacht hatte, um ein wenig Morgensonne zu inhalieren. Nur ein paar Schritte weiter blühen sogar Rosen.

Als Vorzeigeprojekt für unser Bundesland bezeichnete gar Bauminister Volker Schlotmann die Veränderungen in diesem Stadtteil, in dem etwa 5000 Parchimer und damit etwa ein Drittel der Einwohner zu Hause sind. Gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Rolly durchtrennte er das symbolische Band in den Parchimer Farben und gab so den zahlreichen Gästen den Weg über die begrünte Treppe zur Schule frei. Dort brannten Drittklässler bereits darauf, sich mit einem süßen Programm bei all jenen zu bedanken, die an der Planung und Verwirklichung des Vorplatzes mitgewirkt haben.

Die zwischen 1968 und 1987 als Wohnstandort für den damals größten Industriebetrieb von Parchim erbaute Weststadt erlebte eine Wandlung, wie sie radikaler nicht sein konnte, seit sie 1993 in das Programm zur städtebaulichen Weiterentwicklung großer Neubaugebiete und 2002 in die Initiative "Stadtumbau Ost" aufgenommen wurde. Mauserte sich Parchims Westen doch von einer Großwohnsiedlung zur Waldstadt mit einer "Grünen Mitte". Das gelungene Beispiel für den planerisch vorbildlichen Umgang mit dem demografischen Wandel fand im vergangenen Jahr sogar internationale Beachtung auf der Weltausstellung EXPO in Shanghai (SVZ berichtete).

In den zurückliegenden 18 Jahren wurden aus verschiedenen Programmen einschließlich des städtischen Eigenanteils Finanzhilfen in Höhe von insgesamt 10,911 Millionen Euro für die Weststadt bereitgestellt. "Alles in allem haben wir bis heute durch den Einsatz zusätzlicher Komplementärmittel der Wohnungsunternehmen und der Stadt 12,96 Millionen Euro aufgewändet", vergegenwärtigte Bürgermeister Rolly den Gästen der feierlichen Übergabe gestern die Dimension. Er schlüsselte sogar konkret auf: 13 Prozent wurden für Kitas und Jugendeinrichtungen ausgegeben, vier Prozent für Spielplätze, ca. 14 Prozent für die Gestaltung von Wohnhöfen. 18 Prozent flossen in die Parkplatzgestaltung, 25 Prozent sind in Straßen, Wege und Plätze verbaut worden. Acht Prozent der Gesamtsumme nahmen Abriss und Rückbau in Anspruch, 12 Prozent stecken im Quartierspark "Grüne Mitte", sechs Prozent flossen in weitere Maßnahmen.

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erstellt am 28.Jun.2011 | 10:56 Uhr

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