Großeinsatz der Polizei in Rostock wegen linker Randalierer

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11. April 2009, 01:22 Uhr

Eine nicht angemeldete Demonstration der linksextremen Szene mit einzelnen Gewaltausbrüchen hat am Freitagabend in Rostock einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Über mehrere Stunden seien rund 100 Beamte aus ganz Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz gewesen, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion am Samstagmorgen auf ddp-Anfrage. Auf Seiten der Demonstranten seien zeitweise bis zu 250 Personen gezählt worden, von denen elf vorläufig festgenommen worden seien.

Begonnen hatten die Aktivitäten den Angaben zufolge im Umfeld eines polizeibekannten linken Szenetreffs in Rostock. Anwohner hatten über Notruf die Polizei informiert. Unbekannte warfen später Steine nach einem Polizeifahrzeug, ohne dass jedoch Sachschäden einstanden oder Personen verletzt wurden. In der Kröpeliner-Tor-Vorstadt wehrte die Polizei einen Angriff von 20 Personen auf einen rechtsextremen Szeneladen ab. Im gleichen Haus befindet sich das Bürgerbüro des NPD-Landtagsabgeordneten Birger Lüssow, der auch das Geschäft betreibt. Lediglich eine Außenjalousie wurde beschädigt. Lüssow selbst sei bei Aufnahme der Anzeige wegen der Sachbeschädigung am Tatort gewesen, hieß es.

Bis in die Nacht hinein musste die Feuerwehr wegen Brandstiftungen an Mülltonnen und Sperrmüll ausrücken. Erst knapp zwei Stunden nach Mitternacht habe sich Lage beruhigt, sagte der Polizeisprecher. Zu Beginn der Demonstration sollen Transparente mitgeführt worden sein. Zu deren Inhalten konnten keine Angaben gemacht werden.

Die Festgenommenen, zehn Männer und eine Frau, stammen aus Rostock und den Landkreisen Bad Doberan und Güstrow. Sie kamen am Morgen wieder auf freien Fuß. Gegen diese Gruppe wird wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ermittelt.

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