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20. September 2017 | 07:33 Uhr

Großeinsatz: Busunfall auf der B 5

vom

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2010 | 06:00 Uhr

Döllen | Ein Schulbus ist unweit der B 5 zwischen Döllen und Schönhagen mit einem Pkw zusammengestoßen. Dabei wurden zwei Personen im Auto eingeklemmt, im Schulbus gab es zwölf Verletzte. So das Szenario einer Übung am vergangenen Wochenende."Dass es vor wenigen Tagen einen ähnlichen Unfall auf der A 10 bei Berlin mit 13 Toten gab, ist reiner Zufall. Diese Übung planen wir seit Dezember letzten Jahres. Aber manchmal holt uns eben die Wirklichkeit ein", sagt der stellvertretende Kreisbrandmeister Volker Lehmann. Bei der Übung auf der B 5 sollte vor allem das Zusammenspiel zwischen Feuerwehren, Rettungsdienst und den Sondereinsatzgruppen (SEG) des Katastrophenschutzes bei einer Großschadenslage mit zahlreichen Verletzten geprobt werden, so Lehmann.

Aus der Gemeinde Gumtow waren die Wehren aus Döllen, Schönhagen, Gumtow, Kunow und Barenthin vor Ort. Hinzu kamen zahlreiche Kräfte vom Rettungsdienst und von den Sondereinsatzgruppen aus Pritzwalk und Wittenberge sowie die Sondereinsatzgruppe Betreuung. Auch die Verpflegung wurde durch eine Sondereinsatzgruppe sichergestellt. Die Aufgabe der Einsatzkräfte der Feuerwehr war vor allem die Erstversorgung und die Bergung der Verletzten nach Weisung durch den leitenden Notarzt. So mussten die beiden Personen aus dem Pkw mittels Schneid- und Spreiztechnik befreit werden. Die Verletzten im Bus wurden einer ersten Kontrolle der Verletzungen unterzogen und mit Sanitätskarten in schwer- und leichtverletzt unterteilt. Für beide Gruppen waren unterschiedliche Sammelstellen in Sanitätszelten eingerichtet. Hier kümmerten sich nicht nur die Mitarbeiter des Rettungsdienstes um die Verletzten, sondern auch die Seelsorger um Pfarrer Ulrich Preuß. So war der Busfahrer in der Übung zwar unverletzt, wurde aber dennoch durch die Seelsorger betreut.

"Die B 5 ist eine sehr stark befahrene Straße. Von Demerthin bis Kunow verlaufen etwa 20 Kilometer der Bundesstraße durch unsere Gemeinde. Unfälle dieser Art können immer wieder passieren und deshalb üben wir das", sagt der Gumtower Bürgermeister Stefan Freimark. "Ich bin mit der Übung recht zufrieden. Es ist klar, dass eine kleine Wehr als erste am Unglücksort überfordert ist. Aber die Einsatzkräfte haben das schon richtig gemacht, die Lage sondiert und schnell erkannt, dass sie weitere Kräfte brauchen, die dann auch nachalarmiert wurden", so Lehmann.

Die Übung wurde von der Leitstelle Prignitz per Alarm gestartet, um die Einsatzstärke und die Ausrückezeiten der einzelnen Wehren zu überprüfen. Am Ende zeigte sich Volker Lehmann mit dem Ergebnis zufrieden. Vor allem die Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und SEG funktionierte recht gut. Nach der Bergung übernahmen SEG und DRK die Verletzten, die Feuerwehren sicherten die Unfallstelle. Am Ende zeigte die Einsatzliste mehr als 100 Einsatzkräfte. Nicht geprobt wurde der Abtransport der Verletzten, der per Hubschrauber oder Rettungswagen erfolgen würde. Der Aufwand, diese Kräfte mit in eine Übung einzubinden, wäre dann doch zu groß, so Lehmann. Allerdings kritisierten die Kameraden, dass die Polizei in diese Übung nicht eingebunden war und die Feuerwehrleute die Absperrung der Straße und die Sicherung der Unfallstelle selbst übernehmen mussten.

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