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Große Sorgen um Plauer Strandstraße

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erstellt am 30.Mai.2010 | 09:24 Uhr

Plau am See | Bürgermeister Norbert Reier hat diese Woche einen ganz wichtigen Termin. Der Plauer Rathauschef fährt nach Schwerin ins Wirtschaftsministerium, um über höhere Fördergelder für die Sanierung des Uferbereichs in der Strandstraße zu verhandeln. Wegen der Unterspülung durch Motorboote und Yachten auf der Elde sackt dort der Kai zwischen Hubbrücke und Schleuse immer weiter ab. Wird wegen fehlender Gelder nicht saniert, müssen Teile des Ufers gesperrt werden, kündigte Reier schon mal vorsorglich an.

Nach seinen Berechnungen liegen die Gesamtkosten einer Sanierung des bedrohten Uferbereichs bei 1,8 Millionen Euro. Plau selbst müsste dabei nach derzeitiger Planung einen Eigenanteil von 800 000 Euro aufbringen. Zuviel für die Stadt. Der Haushalt für dieses Jahr gibt diese Summe eigentlich nicht her. Eine weitere Neuverschuldung der Kommune wäre nach Ansicht des Bürgermeisters unverantwortlich. Ziel von Reier ist es deshalb, bei seinen Gesprächen in Schwerin den Eigenanteil der Stadt zu senken und mehr Fördergelder herauszuholen.

Laut Planungen soll mit der Sanierung des Uferbereichs in der Strandstraße schon im Oktober dieses Jahres begonnen werden. Passiert das nicht, sind die Konsequenzen auch schon klar. Die Kaimauer sackt weiter ab und die Schäden werden immer größer. Die Folge: Bereiche, die kaputt sind, dürfen nicht mehr betreten werden.

Wie bedrohlich die derzeitige Situation ist, wird an anderer Stelle deutlich. Reier verwies auf eine Anordnung des Wasser- und Schifffahrtsamts in Lauenburg. Die Behörde hatte verfügt, dass ein Ingenieurbüro den Uferbereich in der Strandstraße überwachen muss, um so auf weitere Schäden schnell reagieren zu können. Derzeit sollen zwei Betonblöcke das Ufer an der Elde sichern. Eine Unterspülung der Befestigungen konnte dadurch nicht verhindert werden.

Wirtschaftliche Belebung kommt nicht voran

Die derzeitige Situation in der Strandstraße gefährdet ein anderes Ziel der Plauer Kommunalpolitiker. Nach ihren Vorstellungen soll dieser Bereich wirtschaftlich weiter entwickelt werden. Genau deshalb wurde ein Sondergebiet Tourismus ausgewiesen, in dem Cafes oder Geschäfte mit Artikeln für die Gäste angesiedelt werden sollen. Investoren kommen aber erst dann, wenn der Uferbereich saniert wurde. Da ist sich Reier sicher.

Für die SPD-Fraktionschefin im Plauer Rathaus, Anke Pohla, hat die Sanierung der Strandstraße allerhöchste Priorität. "Es ist unser touristisches Aushängeschild und wir sind stolz auf unsere Elde", sagte sie. Einen Plan B für den Fall, dass das Geld und damit die Sanierung nicht kommen sollte, gebe es nicht, betonte Pohla.


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