Keine Rettung für „Schäferbuche“ bei Dobbin : Größte Buche des Landes stirbt

<fettakgl>Ein Bild </fettakgl>aus besseren Zeiten: Die 'Schäferbuche' ist nicht mehr bruchsicher, soll aber dennoch nicht gefällt werden. <foto>Maren Polzin</foto>
Ein Bild aus besseren Zeiten: Die "Schäferbuche" ist nicht mehr bruchsicher, soll aber dennoch nicht gefällt werden. Maren Polzin

Die "Schäferbuche" in der Nähe von Krakow am See am Feldweg von Neu Dobbin nach Dobbin - die wohl älteste und größte bekannte Buche in MV - stirbt.

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18. August 2011, 11:29 Uhr

Die "Schäferbuche" in der Nähe von Krakow am See am Feldweg von Neu Dobbin nach Dobbin - die wohl älteste und größte bekannte Buche in MV - stirbt. In den vergangenen Jahren verlor der Baum wiederholt große Äste und im Juni brach mit einem Stämmling ein großes Kronenteil aus. "Für Baumkenner ist dies das Zeichen des Anfangs vom Ende", sagt Maren Polzin von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Güstrow. Im jetzigen Zustand sei der Baum nicht mehr bruchsicher, aber es wurde entschieden, ihn nicht zu fällen, sondern an seinem Standort in Würde sterben zu lassen.

Das erfordert die weite Ausgrenzung und die Sperrung des Weges. Damit man weiterhin den internationalen Radweg nutzen kann, hat der benachbarte Landwirt sofort einen provisorischen Weg für Fußgänger und Radfahrer aus dem Maisfeld heraus gemäht. Inzwischen aufgestellte Schilder bitten um Verständnis für diese Maßnahme und Respekt vor dem ganz besonderen Baum. "Denn nur so kann die Buche, deren langsames Sterben durch nichts aufgehalten werden kann, ihre Reststandzeit hier überdauern", so Maren Polzin. Für Radfahrer bedeutet das vorerst, den Baumriesen schiebend zu umrunden.

Die "Schäferbuche" wurde 1987 durch einen Beschluss des Kreistages Güstrow als Naturdenkmal ausgewiesen, weil sie als bemerkenswerte, vom Wind geformte Gestalt ein besonderes Wahrzeichen in der Feldmark darstellt. Mit einem Stammumfang von ca. 8,10 Metern ist sie die größte bekannte Buche in Mecklenburg-Vorpommern. Das Alter des Baumes wird auf etwa 200 Jahre geschätzt, obwohl solche Angaben äußerst schwierig und nur unter Vorbehalt möglich sind. "Denn niemand weiß, was einem so alten Baum im Laufe seines langen Lebens widerfahren ist und wie sich das auf seine Entwicklung ausgewirkt hat", so Maren Polzin.

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