Grausiger Fund bei Löscharbeiten - Feuerwehr entdeckt Leiche

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07. April 2008, 07:27 Uhr

Sanitz - Bei Löscharbeiten in einer Sanitzer Gartenkolonie haben die Einsatzkräfte den 58 Jahre alten Besitzer einer Laube, Dieter H., tot gefunden. Das Feuer war in der Nacht zu Montag ausgebrochen.
„Nach ersten Untersuchungen schließen wir eine Straftat aus“, erklärt Kriminalhauptkommissar Volker Werner. Warum das Feuer ausgebrochen ist, wird untersucht. „Die Ermittlungen der Brandursache sind noch nicht abgeschlossen“, so Werner. Eine Fremdbeteiligung wird jedoch bereits ausgeschlossen. Sofort in der Nacht und gestern Vormittag sind Experten für Brandermittlungen in der Ruine und sichern zahlreiche Spuren, die Aufschluss über den Ausbruchsort und die Brandentstehung liefern können.

Nachbarn bemerken das Feuer
Um 21 Uhr hat H. noch mit einem Bekannten gesprochen. Das Opfer soll sich auch reichlich Alkohol besorgt haben. Gegen 22.15 Uhr bemerken am späten Sonntagabend Nachbarn das Feuer der massiven Laube in der Kleingartenanlage „Gartenfreund“ in Sanitz. Kurz nach ihrer Alarmierung sind die Einsatzkräfte bei dem brennenden Bungalow. „19 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Sanitz und Groß Lüsewitz waren mit drei Löschfahrzeugen im Einsatz“ erklärt Kreisbrandmeister Mayk Tessin.

Jürgen Drewes, stellvertretender Vorstand der benachbarten Gartenanlage „Floria“, wurde von einem Gartenfreund angerufen: „Ich wurde informiert, dass das Tor offen steht. Normalerweise öffnen wir das erst ab Mai.“ Das Tor ist im Zuge der Löscharbeiten von der Feuerwehr aufgebrochen worden. „Jetzt müssen wir sehen, dass die Versicherung neue Schlösser bezahlt“, so Drewes weiter.

Gartenvorstand: Opfer war stets einer der Ersten
Den Besitzer der betroffenen Parzelle kennt er vom Sehen: „Man grüßt sich schließlich immer im Vorbeigehen. Er war meistens einer der ersten Gartenfreunde, die im Frühling zu werkeln anfingen.“ Offensichtlich wohnte der 58-Jährige bereits in seiner Laube.
Auch Walter Hessek nennt einen Garten in der Anlage sein Eigen: „Das hätte ja auch mein Garten sein können. Also bin ich heute morgen gleich aufs Fahrrad und hierher gekommen.“

Obduktion soll Todesumstände klären
Da die genauen Todesumstände noch nicht klar sind, wurde eine Obduktion der Leiche angeordnet. „Sie soll auch die Identität des Toten zweifelsfrei bestätigen, obwohl es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit bei dem Opfer um den Gartenlaubenbesitzer handelt“, sagt Werner.

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