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Bundeskriminal prüft Suizidverdacht : Grausige Entdeckung am Wehr

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Es war wohl mehr oder weniger Zufall, dass Deichläufer am Dienstag den Toten in der Nähe des Gnevsdorfer Wehres entdeckten. Der Mann hing an einem Baum, seine Füße sollen den Boden berührt haben.

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erstellt am 26.Jan.2011 | 08:22 Uhr

Gnevsdorf | Es war wohl mehr oder weniger Zufall, dass Deichläufer am Dienstag den Toten in der Nähe des Gnevsdorfer Wehres entdeckten. Der Mann hing an einem Baum, seine Füße sollen den Boden berührt haben. Wie lange er sich dort schon befand, ist laut Prignitzer Recherchen ungewiss, denn der Fundort liege etwas versteckt, das Gelände sei eher etwas unübersichtlich. Die Deichläufer, die wegen des Elbe-Hochwassers, am Dienstag herrschte noch Alarmstufe IV, in diesem Bereich rund um die Uhr auf dem Mittel- und dem Hauptdeich unterwegs waren, können ihn vorher durchaus übersehen haben.

Bislang konnte die Identität des Toten nicht festgestellt werden. Er hatte keinerlei Dokumente bei sich, es wurde in dem Fundbereich auch weder ein herrenloses Fahrrad noch Auto oder anderes Fahrzeug gefunden, mit dem der Mann, in das Gelände gekommen sein kann. Das Alter des Toten wird von den Beamten zwischen 40 und 50 Jahre geschätzt.

Die Polizei, die nach eigenen Angaben am Dienstag gegen 13.25 Uhr über den Leichenfund informiert worden war, geht derzeit von einem Suizid aus.

Die Obduktion des Leichnams erfolge in den nächsten Tagen. Erst danach, so erfuhr der "Prignitzer" gestern auf Nachfrage, könne eine endgültige Aussage zu den Umständen des Todes getroffen werden.

Spannend bleibt auch nach wie vor, um wen es sich bei dem toten Mann handelt. Im Hochwasserstab des Landkreises Prignitz wurde gestern ausgeschlossen, dass es sich um eine für den Hochwasserschutz eingesetzte Person handele.

Vermisstenfälle werden geprüft

Überprüfungen mit Vermisstenmeldungen in der Prignitz haben bislang kein Ergebnis gebracht, auch mit Vermisstenfällen im Land Brandenburg nicht. Deshalb prüft derzeit das Bundeskriminalamt alle Vermisstenfälle Deutschland ab, war gestern von der Prignitzer Polizei zu erfahren.

Die Ermittlungen der Polizei werden in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Neuruppin geführt.


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