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WM: Teamsprint-Trio mit dem Schweriner Nimke : Gold in der ersten Runde verloren

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Höhepunkt aus deutscher Sicht war aber das Finale im Teamsprint, das René Enders, Maximilian Levy und Stefan Nimke aber recht deutlich gegen Frankreich verloren.

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erstellt am 24.Mär.2011 | 09:50 Uhr

Silber für die Teamsprinter, Bronze für Miriam Welte: Die deutschen Bahnrad-Asse haben bei der WM in Apeldoorn einen guten Start hingelegt, und auch der kriselnde Vierer sendet plötzlich wieder ein Lebenszeichen und darf nach einem guten siebten Platz wieder von der Olympia-Teilnahme träumen.

Höhepunkt aus deutscher Sicht war aber das Finale im Teamsprint, das René Enders (Erfurt), Maximilian Levy (Cottbus) und Stefan Nimke (Schwerin) aber recht deutlich gegen Frankreich (43,867) verloren. Das deutsche Trio benötigte 44,483 Sekunden. Grund dafür war eine total verkorkste erste Runde des Titelverteidigers. Enders fuhr sehr schnell an, Levy auf der Position zwei musste ein großes Loch erst einmal zufahren. Auch Nimke auf Position drei war nicht dicht genug an Levys Hinterrad. Das war zuviel. Und auch auf der Schlussrunde war der Schweriner vom Track Cycling Team Mecklenburg-Vorpommern nicht so stark wie gewohnt. So ähnlich war schon die Qualifikation am frühen Abend gelaufen. Im Finale um Gold wollten Nimke & Co. es dann besser machen. Doch es sollte nicht sein. Aber letztendlich haben sie WM-Silber geholt und einmal mehr bewiesen, dass sie zur absoluten Weltspitze gehören. Die Equipe tricolore nahm damit erfolgreich Revanche für die Niederlage im vergangenen Jahr in Kopenhagen. "Unser Minimalziel war das Finale. Das haben wir geschafft. Im Endlauf konnten wir uns aber nicht mehr wie sonst üblich steigern. Das war ein kleiner Dämpfer. In Richtung Olympia sind wir aber auf einem guten Weg", sagte Bundestrainer Detlef Uibel.

Für das erste deutsche Edelmetall hatte zuvor aber Miriam Welte gesorgt. Die 24-Jährige aus Kaiserslautern und ebenfalls Mitglied des Track Cycling Teams MV musste sich in 34,496 Sekunden nur der weißrussischen Siegerin Olga Panarina (33,896) und der Französin Sandie Clair (33,919) geschlagen geben. Für Welte war es ihre erste Einzel-WM-Medaille. Außerdem hatte sie 2008 Bronze im Teamsprint gewonnen. "Ich habe etwas zwischen Platz drei und fünf ausgerechnet. Schön, dass es mit einer Medaille geklappt hat", sagte Welte.

Dass durchweg zufriedene Gesichter im deutschen Lager zu sehen waren, lag aber auch am Vierer. Nach Jahren der Tristesse zeigte das einstige deutsche Aushängeschild mit dem siebten Platz in der 4000-m-Mannschaftsverfolgung (4:06,977) erstmals aufsteigende Tendenz. Damit bleibt wieder ein Fünkchen Hoffnung auf die Olympia-Teilnahme 2012 , auch wenn der Rückstand nach wie vor groß auf die Topnationen um Weltmeister Australien (3:57,832) und Vize Russland (4:02,229) ist.

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