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Lübtheener Feuerwehr rettete Storchenbaby : Glückliche Rettung auf Schloss Melkof

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Nur einem Zufall ist es zu verdanken, dass im Landkreis nicht noch ein Storchenkind den Tod fand. Vor wenigen Tagen wurden die Kinder Alexandra und Isabella vom Schloss in Melkof darauf aufmerksam.

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erstellt am 15.Jun.2011 | 10:50 Uhr

Nur einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, dass im Landkreis nicht noch ein weiteres Storchenkind den sicheren Tod fand. Vor wenigen Tagen wurden die Kinder Alexandra und Isabella vom Schloss in Melkof darauf aufmerksam, dass die auf dem Dach des Schlosses brütenden Storcheneltern eines ihrer Jungen aus dem Nest geworfen hatten. Sofort wurde der zuständige Storchenpabst Helmut Eggers aus Lübtheen informiert, der dann die Rettungsaktion einleitete. Ein ganzer Zug der Lübtheener Feuerwehr rückte an, um das Storchenbaby vom hohen Dach des Schlosses zu retten. Und einen Namen bekam das Storchenjunge auch gleich. ",Stuart Little soll es heißen" entschieden die Kinder. Nach der gleichnamigen Romanfigur eines 1945 erschienenen Kinderromans über ein tierisches Waisenkind. "Zum Glück sind wir an dem Tag nicht wie geplant zum Schwimmen gefahren und konnten den Vogel so hören", freute sich Alexandra. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass Storcheneltern ihre Kinder bei Futtermangel aus dem Nest werfen", erläuterte Helmut Eggers den beiden Kindern. Allerdings wäre das in Melkof nicht notwendig, da hinter dem Schloss ein großer Park angrenzt, der normalerweise genug Nahrung den Tieren bietet. "Wir würden den Park gerne in Ordnung halten", so Daniel Schönfelder, "leider lassen das die Eigentumsverhältnisse nicht zu, da der Park der Gemeinde gehört und diese ihn schon lange verkommen lässt. Ich hoffe, dass der neu gegründete Parkverein in Melkof als erstes die Fläche mäht, bevor er weitere teure Wege für die nur zwei Parkbesucher im Monat anlegt. So kann den Tieren wirklich geholfen werden." Durch das niedrige Gras im Park, könnten die Störche ihre Nahrung finden und sind nicht von ihrer Nahrungsquelle abgeschottet.

Das kleine Storchenjunge hat es jedenfalls dank der aufmerksamen Kinder gut überlebt. Die ganze Familie Schönfelder hat den Vogel zum 300 km entfernten Artenschutzzentrum des Nabu nach Niedersachsen gebracht, wo er sich derzeit von den Strapazen erholt. Der zuständige Tierarzt des Artenschutzzentrums teilte noch am Dienstag mit, dass dank der schnellen Reaktion sowie des guten Einsatzes der Lübtheener Feuerwehr die Überlebenschancen des Vogels ausgesprochen hoch sind, und dass er bald in die Freiheit entlassen wird. Vielleicht kommt er ja im nächsten Jahr wieder zurück ins Schloss, um dann dort eigene Kinder zu

haben.

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