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Rostock: 10. Eurawasser-Warnowschwimmen : Gleich fünf knacken den alten Rekord

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Kirsten vom SC Empor 2000 stellte beim 10. Eurawasser-Warnowschwimmen mit 25:33 Minuten über 2200 Meter einen neuen Rekord auf. Auch die vier Sportler nach ihm knackten die alte Bestmarke.

Rostock | "Es war ein bisschen kalt, aber ansonsten hatten wir gute Bedingungen, kaum Wellengang." Nicht nur 2,2-km-Sieger Vincent Kirsten (SC Empor 2000), alle 84 Starter freuten sich über die exzellenten Voraussetzungen (Sonne, wenig Wind) beim 10. Eurawasser-Warnowschwimmen Sonnabend Mittag wie immer mit Start und Ziel am Fuße des Gehlsdorfer Fährberges.

Nestor Jürgen-Martin Schlieker - der 75-Jährige nahm als Einziger immer teil - beanstandete zwar ein wenig den "Benzingestank" der (nun mal notwendigen) Begleit-Motorboote und den leichten Seegang, den sie verursachten, lobte jedoch auch zu Recht die traditionell sehr gute Organisation. Alles klappte. Zudem wurde in diesem Jahr auf Sachpreise verzichtet, wofür statt dessen jeder Schwimmer für sein Startgeld eine Essenmarke und damit nach Zielankunft eine heiße Soljanka o. ä. erhielt.

Auch die Wassertemperatur gestaltete sich im Gegensatz zum Empfinden des Gewinners mit 18,4 Grad vergleichsweise warm (Vorjahr: 16,5), und so gab es erstmals keinen Ausfall (2010 mussten z. B. sieben Sportler aufgeben).

25:33 Minuten neue Bestmarke für die 2200 Meter

Vincent Kirsten verschaffte sich bei seiner Generalprobe für die Deutschen Meisterschaften ab Donnerstag ebenfalls auf der Warnow in Rostock (Stadthafen-Seite) bereits in der Anfangsphase einen leichten Vorsprung gegenüber den Verfolgern, den der Schützling der Trainer Christian Bartsch und Ingolf Jopke die gesamte Distanz verteidigte.

In 25:33 min stellte der 24-Jährige zudem einen neuen Streckenrekord auf und unterbot seine eigene Siegerzeit von 2008 (29:01) - in den beiden Folgejahren war er nicht am Start - um etwa dreieinhalb Minuten. Sein Vereinskamerad Jannis Dammann, der 2009 und 2010 die Nase vorn hatte, benötigte seinerzeit 30:41 bzw. 30:27 min. Diesmal fehlte er aus gesundheitlichen Gründen.

Auch die Athleten auf den Rängen zwei bis fünf knackten am Sonnabend die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2003 der nunmehr jungen Mutti Britta Kamrau (siehe Splitter) von 27:42.

Ergebnisse
2200 Meter: 1. Vincent Kirsten (SC Empor 2000 Rostock) 25:33 min, 2. Lena Stiefvatter (Berlin) 25:56, 3. Markus Rosenkranz (Berlin) 26:14, 4. Lydia Winkler (SC Empor 2000) 26:51, 5. Julia Dammann (SV Nikar Heidelberg/ehemals SV Olympia Rostock) 26:52, 68. Jürgen-Martin Schlieker (Rostock) 1:16:59 h, 69. Rüdiger Lesener (Rostock) 1:23:30, 70. Lutz Michel (Stendal) 1:25:28 500 Meter: 1. Ben Wegener (SV Olympia Rostock) 7:53 min. Alle Resultate im Internet: www.warnowschwimmen.de

Splitter
Dörte Kamrau (SC Empor 2000) bewältigte die 2200 Meter in 32:51 min auf Gesamtplatz zwölf (Sechste bei den Damen). Die frischgebackene Tante ist die ältere Schwester von Britta Kamrau. Die vierfache Weltmeisterin (2002 – 10 km, 2004 – 10 und 25 km, 2007 – 25 km) brachte kürzlich Tochter Lucía (51 cm, 3320 g) zur Welt.

Als Einziger „benutzte“ Thomas Franke aus Reddelich (2200 m in 53:40 min) einen Neoprenanzug und wurde deshalb reglementgemäß gesondert gewertet.

Die Organisatoren der DeutschenLebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) um Michael Jähnig sowie des Hanse Schwimmvereins (ein Dank an Nadine Rösike für die erneut umsichtige Betreuung) hatten mit ihren zahlreichen Helfern wie der Freiwilligen Feuerwehr Gehlsdorf wie
immer alle Abläufe hervorragend im Griff.

Eintritt umsonst: Wie es beim Warnowschwimmen ohnehin Usus ist, wird es auch ab Donnerstag bei den Deutschen Freiwasser-Meisterschaften am Ufer schräg gegenüber sein: Zuschauen kostet nichts!

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erstellt am 19.Jun.2011 | 06:23 Uhr

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