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Gewitterfront schlägt Schneise der Verwüstung durch den Nordosten

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erstellt am 11.Jun.2010 | 05:56 Uhr

Eine Gewitterfront mit orkanartigen Böen und Hagelschauern hat am Freitagmorgen eine kilometerlange Schneise der Verwüstung durch Mecklenburg geschlagen. Innerhalb von weniger als zwei Stunden zog das Unwetter quer durch die Landkreise Parchim und Mecklenburg-Strelitz und hinterließ große Sachschäden. Bei mehreren Unfällen wurden mindestens zwei Menschen leicht verletzt. Bis zum Abend sollten noch einige Straßen, darunter die Autobahn Rostock-Berlin, für die Aufräumarbeiten gesperrt bleiben, wie die Polizei mitteilte.

Es sei binnen weniger Minuten stockdunkel geworden, dann sei das Unwetter losgebrochen, sagte ein Feuerwehrmann, der nahe Göhren-Lebbin mit dem Zersägen und Beiseiteräumen umgestürzter Bäume beschäftigt war. Sturm, Hagel und Regen drückten die Felder platt, die Straßen waren mit abgerissenen Ästen und Blättern übersät. Auf der Autobahn A 19 wurde der Abschnitt zwischen Waren und Röbel mit einer zentimeterdicken Hagelschicht bedeckt. Bäume auf beiden Seiten der Autobahn stürzten um schlugen zum Teil auf die Fahrbahn. Verletzt wurde nach Polizeiangaben zum Glück niemand.

Auf anderen Straßen hingegen sorgte das Unwetter für mehrere Verkehrsunfälle. Bei Waren verunglückte ein Pkw mit zwei Insassen, die beide verletzt wurden. Bei einem weiteren Unfall wurde ein Autoinsasse eingeklemmt, offenbar aber nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Südöstlich von Plau am See im Landkreis Parchim stürzten ebenfalls zahlreiche Bäume um. Alle verfügbaren Feuerwehren waren im Dauereinsatz, um die Hindernisse von den Straßen zu räumen. Auf der Landesstraße 17 und der B 198 mussten mehrere Autofahrer wegen blockierter Fahrbahnen ihre Touren unterbrechen und auf Hilfe warten.

In der Stadt Plau drückte das Wasser nach heftigen Regenfällen die Kanaldeckel hoch. Auf geparkte Fahrzeuge unter anderem in Jabel fielen Dachziegel. In Göhren-Lebbin krachte eine alte morsche Eiche auf ein Wohnhaus. Auch aus anderen Orten wurden erhebliche Dachschäden, eingerissene Wintergärten und umherfliegende Bauzäune gemeldet. Nach einem Bericht von NDR 1 Radio MV traf das Unwetter auch einen Campingplatz und wirbelte die Zelte umher. Für die Gäste wurden nun andere Übernachtungsmöglichkeiten gesucht.

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