Rehhorst Ranch in Groß Rogahn : Gesunde Pferde mit dickem Winterfell

Pferde gehören auf die Weide:  Nach diesem Grundsatz arbeitet Silke Schröder auf ihrer Rehhorst-Ranch in Groß Rogahn auch im tiefsten Winter.  Werner Mett
Pferde gehören auf die Weide: Nach diesem Grundsatz arbeitet Silke Schröder auf ihrer Rehhorst-Ranch in Groß Rogahn auch im tiefsten Winter. Werner Mett

Die frostigen Temperaturen und der Schnee können ihnen nichts anhaben: Ausgelassen toben die Hauptpersonen auf der Rehhorst Ranch von Groß Rogahn im Freien.

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28. Dezember 2010, 11:33 Uhr

"Meine Pferde sind jeden Tag auf der Weide, egal wie das Wetter ist", betont Silke Schröder. Gerade in den zurückliegenden Tagen wurde die Ranch-Chefin immer wieder gefragt, ob das denn gut für die Tiere sei. Denn die Pferde auf der Ranch tragen nicht einmal die schützenden Decken, wie sie anderenorts zu sehen sind. "Meine Antwort ist dann immer die gleiche: Den wild lebenden Steppentieren in Asien oder den Mustangs in Nordamerika legt auch keiner Decken auf", erzählt Silke Schröder mit einem Lächeln auf den Lippen.

Doch nicht aus Bequemlichkeit verzichtet die Groß Rogahnerin auf solches Zubehör: "Ich versuche ganz einfach, die Pferde artgerecht zu halten." Und da Pferde nun einmal Herden- und auch Fluchttiere sind, fühlen sie sich im Freien einfach am wohlsten. "Meine eigenen Tiere lasse ich sogar Tag und Nacht draußen", erzählt Schröder. Doch auch einige der Boxen im Stall sind nachts besetzt: "Die Besitzer von meinen Pen sionstieren können sich natürlich aussuchen, ob ihre Tiere nachts reinkommen oder draußen bleiben", betont Silke Schröder. Morgens werden alle Tiere wieder auf die Weide gebracht. Derzeit betreut Silke Schröder neun Tiere, Platz auf der Ranch ist für 16 Pferde.

Allen Pferden steht im Freien ein schützender Unterstand zur Verfügung, wo sie jederzeit Raufutter wie Heu und Stroh vorfinden. Und natürlich gibt es auch Wasser. "Wenn sich darauf eine Eisschicht gebildet hat, kippe ich heißes Wasser hinzu. So können die Tiere jederzeit saufen", verrät die Fachfrau ihren ganz einfachen Trick.

Die Sache mit dem Wasser ist aber nicht die einzige, die die Pferdehaltung im Freien derzeit erschwert. Der Auslauf an der Rehhorst Ranch wird jeden Tag zweimal gesäubert. "Dabei ist es schwerer, fest gefrorene Pferdeäpfel abzuklopfen als einfach eine Box auszumisten", weiß Silke Schröder aus täglicher Erfahrung. Und auch in die Fellpflege von im Freien lebenden Pferden muss mehr Zeit und Kraft investiert werden. "Alle Tiere hier haben ein dickes Winterfell." Das wiederum ermöglicht es den Haltern aber auch, bei Wind und Wetter mit ihren Tieren auszureiten - natürlich in der freien Natur. "Gemeinsam können Reiter und Pferd das genießen - als Partner", ist Silke Schröder überzeugt. Und sie macht auch keinen Hehl daraus, dass Pferdebesitzer, die ihre Tiere als Sportgeräte ansehen und diese irgendwo abstellen, ihr ein Gräuel sind.

Für ihre artgerechte Pferdehaltung wurde Silke Schröder vom Schweriner Landwirtschaftsministerium ausgezeichnet. Wichtiger als die Urkunde ist der Ranch-Chefin aber der Fakt, dass seit ihrem Start vor knapp sieben Jahren in Groß Rogahn noch nicht ein Tier an einer haltungs- oder fütterungsbedingten Infektion erkrankt ist. Wer sich selbst ein Bild von der Rehhorst Ranch machen möchte, ist willkommen. Silke Schröder ist unter Ruf 0171 - 64 19 748 zu erreichen.

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