Geprobter Ernstfall am Bahndamm - 165 Einsatzkräfte aus dem Landkreis an Übung bei Neustadt-Glewe beteiligt

Gestellter Unfall: Ein besetzter Personenzug ist mit einem Gefahrstoff-Lkw zusammengestoßen. Jetzt müssen die Einsatzkräfte handeln. Foto: Rebekka Poesch
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Gestellter Unfall: Ein besetzter Personenzug ist mit einem Gefahrstoff-Lkw zusammengestoßen. Jetzt müssen die Einsatzkräfte handeln. Foto: Rebekka Poesch

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn (DB) AG und dem Landkreis Ludwigslust hat die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) am Sonnabend für den Ernstfall geprobt. 165 Personen, darunter 15 geschminkte Verletztendarsteller, waren an der Simulation des Bahnunfalls zwischen Neustadt-Glewe und Ludwigslust beteiligt.

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21. September 2008, 06:33 Uhr

Geprobter Ernstfall am Bahndamm165 Einsatzkräfte aus dem Landkreis an Übung bei Neustadt-Glewe beteiligtIn Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn (DB) AG und dem Landkreis Ludwigslust hat die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) am Sonnabend für den Ernstfall geprobt. 165 Personen, darunter 15 geschminkte Verletztendarsteller, waren an der Simulation des Bahnunfalls zwischen Neustadt-Glewe und Ludwigslust beteiligt.

Neustadt-Glewe - Für Sandro Bobzin (11) und Jonas Thiede (10) von der Jugendfeuerwehr Zieslübbe hat der Tag früh begonnen. Schon um 5 Uhr sind die beiden aufgestanden, um rechtzeitig in Neustadt-Glewe zu sein.

Dort angekommen wurden sie dann zusammen mit 13 anderen Verletztendarstellern in einen Zug der ODEG verfrachtet. Dieser sollte – so das Szenario – wenig später an einem unbeschrankten Bahnübergang mit einem Gefahrstoff-Lkw zusammengestoßen.

Im Zug Platz genommen war für die Schauspieler erst einmal Schminken angesagt. „Wir durften uns aussuchen, welche Verletzung wir haben wollen“, sagt Sandro, der sich für eine Platzwunde im Gesicht entschieden hat. Sein Freund Jonas bekam dagegen eine schwere Verbrennung – ebenfalls im Gesicht – verpasst.

Nebel erschwerte die Suche nach den Verunglückten
Dem inszenierten Bahnunfall zwischen Neustadt und Ludwigslust folgten für alle Beteiligten spannende Minuten: Im Rauch der Nebelmaschine, der das Geschehen realistisch machen sollte, suchten die Einsatzkräfte nach den verletzten Reisenden. „Die Sicht war gleich null“, berichtet Frank Wetter von der Feuerwehr Neustadt-Glewe, der den Zug unter Atemschutz betreten hatte. Man habe zum Teil auf dem Boden kriechen müssen, weil das sicherer gewesen sei.

Trotz Sichtproblemen schafften es die Feuerwehrleute, Sandro, Jonas und die anderen Verletztenschauspieler aus dem Zug zu holen und vor einer möglichen Explosion, ausgelöst durch die auslaufende Flüssigkeit, in Sicherheit zu bringen. Außerhalb der Gefahrenzone übernahmen dann die Mitarbeiter des Rettungsdienstes die Betreuung der Verunglückten, die im Laufe der Übung Hunger bekommen hatten und sich mit Brötchen stärkten.

Im Anschluss an die Simulation des Bahnunfalls fuhren die Einsatzkräfte, die aus Feuerwehr, Rettung und Katastrophenschutz kamen, noch zur Auswertung nach Groß Laasch. Knackpunkte dieser Übung seien die wenigen Parkmöglichkeiten im Wald, die Explosionsgefahr, die verletzten Personen sowie der gestörte Funkverkehr gewesen, so Einsatzleiter Reinhard Sturm.


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