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12. Dezember 2017 | 09:31 Uhr

Genuss mit Brokkoli und Blumenkohl

vom

svz.de von
erstellt am 13.Sep.2010 | 04:57 Uhr

Brokkoli und Blumenkohl haben in Deutschland derzeit Hauptsaison. Die beiden Gemüsesorten galten lange als eher langweilig - doch diese Zeiten sind vorbei: "Vor allem Brokkoli ist ein echter Allrounder in der Küche, der geschmacklich zu vielem passt", betont Alexa Iwan, Ernährungsexpertin aus Köln.

Bei der Zubereitung von Blumenkohl und Brokkoli muss man darauf achten, dass das Gemüse bissfest bleib. Wer es knackig statt labbrig mag, sollte die beiden Sorten nur kurz blanchieren oder dünsten. "Dafür werden die Röschen von Brokkoli und Blumenkohl drei bis fünf Minuten ins kochende Wasser gegeben", erklärt Iwan. Wie bissfest genau die Stücke sein sollen, entscheide der persönliche Geschmack. Eine gute Methode zur Überprüfung des Garzu stands sei die Strunkprobe: Dafür steche man mit einem Messer in den Strunk eines Röschens. Wenn das Messer leicht hineingleite, sei das Gemüse gar.

In der Küche sind Blumenkohl und Brokkoli zum Beispiel in Aufläufen, Gratins, Pastasoßen und vielen Gerichten aus der asiatischen Küche zu finden. Auch als Beilage zu Fleisch und Fisch werden die beiden eng verwandten Gemüsearten gerne genommen.

Roh mit Joghurt-Dip besonders lecker

Klassisch ist außerdem die Zubereitung als cremiges Süppchen. "Hier kann man neben den Röschen auch den weichgekochten Stiel mit pürieren", rät Alexa Iwan. Ebenso bekannt sind der im Bierteig frittierte Blumenkohl oder gekochter Blumenkohl mit gehacktem Ei und Semmelbröseln als Topping. "Diese Variante aus Großmutters Zeiten kann man leicht modernisieren, indem man das gehackte Ei mit einem Dressing aus Olivenöl und schwarzen Oliven kombiniert", sagt Iwan. Die Ernährungswissenschaftlerin isst Blumenkohl auch sehr gerne als Rohkost mit einem Joghurt-Dip. "So schmeckt er besonders fein und frisch."

Eine abwechslungsreiche Variante für beide Gemüsesorten sei die Zubereitung als Salat. "Dafür werden die Röschen erst knackig blanchiert und anschließend mit einem Joghurtdressing verfeinert", erklärt Iwan. Dabei könne man Brokkoli und Blumenkohl entweder sortenrein verwenden oder miteinander mischen. "Es passt auch gut, wenn man dazu noch andere Zutaten wie Blattsalate, Kartoffeln oder schwarze Oliven kombiniert." Als geschmackliche Veredelung dienten geröstete Nüsse. "Das Dressing wird mit Zitronensaft oder Essig, Olivenöl, Salz, etwas Zucker, Pfeffer, nach Belieben etwas Senf und frischen Kräutern abgeschmeckt", sagt Iwan.

Blumenkohl und Brokkoli enthielten sehr viele Nährstoffe, betont die Ernährungswissenschaftlerin. "Was den Vitamin-C-Gehalt angeht, hat Brokkoli doppelt soviel davon wie Orangen", sagt Iwan. Das grüne Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler enthalte auch Vitamin B2, welches dem Sehvermögen zugutekomme. Zudem sei Brokkoli eine gute Quelle für Folsäure. "Diese ist besonders für Frauen in der Schwangerschaft wichtig, damit sich der Fötus gut entwickeln kann", erklärt Iwan. Blumenkohl habe etwa ebenso viel Vitamin C wie Orangen.

Dazu sei er reich an Kalium. "Dieser Mineralstoff zählt zu den Elektrolyten, die den Wasserhaushalt unseres Körpers regulieren", sagt die Expertin.

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