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Warnow: Laster fuhren Straßenbankett und Gehweg kaputt : Gemeinde bleibt auf Kosten sitzen

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Mit einer "Anzeige gegen Unbekannt" hat das Bützower Ordnungsamt auf die kaputt gefahrene Parkstraße in Warnow reagiert. Damit zerschlug sich die Hoffnung der Gemeindevertreter.

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erstellt am 23.Mär.2011 | 10:00 Uhr

Mit einer "Anzeige gegen Unbekannt" hat das Bützower Ordnungsamt auf die kaputt gefahrene Parkstraße in Warnow reagiert. Damit zerschlug sich die Hoffnung der Gemeindevertreter, dass der Urheber der Schäden an der Straße von Warnow nach Boitin ermittelt wird und für die Schadensbeseitigung selbst aufkommen muss.

"300 bis 400 Meter Bankett wurden kaputt gefahren. Außerdem die Bordsteine und der Gehweg", so Bürgermeister Siegfried Hoffmann. Er habe sich die Sache gerade mal wieder angesehen und im Moment lägen da Reste von Maishäcksel, weil immer irgendwelche Transporter dort fahren.

"Der entstandene Schaden wird auf rund 1 500 Euro geschätzt", sagt Hoffmann. Und das sei von der Gemeinde, die mit jedem Cent rechnen muss, nicht aus der Portokasse zu bestreiten. Das Problem sei nur, nachzuweisen, wer denn nun genau den Laster gefahren hat, der den Schaden angerichtet hat. Und dies könne man nicht. Weshalb die Kosten mit großer Wahrscheinlichkeit an der Gemeinde hängen bleiben.

Als Bürgermeister Siegfried Hoffmann dies Montagabend der Gemeindevertretung mitteilte, konnte es Marion Sohst gar nicht fassen. "Das kann doch wohl nicht sein!" schimpfte die Gemeindevertreterin.

"Es gibt doch Zeugen. Wir wissen, wer die Straße kaputt gefahren hat, und der muss das dann auch bezahlen", findet sie. Sie könne dem Ganzen nicht folgen, sagt Sohst, da mache es sich das Ordnungsamt zu leicht. "Ich bin mit der Arbeit des Ordnungsamtes in dieser Sache nicht zufrieden", meinte auch Siegfried Hoffmann.

"Die Zeugen wissen nur, dass da ein Laster fuhr, sie wissen aber seine Nummer nicht. Da kann das Ordnungsamt nichts machen", sah dagegen Christian Ziemann die Sache ganz nüchtern. "Solange kein polizeiliches Kennzeichen vorliegt, haben wir keine Chance. Die Leute, die so etwas beobachten, müssen sich gleich die Autonummer aufschreiben", appelliert er.

Dies sei für die Gemeinde die einzige Chance, zu ihrem Recht zu kommen. Dann könne das Agrar-Unternehmen, das man als Urheber vermutet, im Fahrtenbuch nachschauen, wer zu der Zeit den Transporter gefahren hat und dann sei die Sache aufzuklären. So aber sei dies kaum möglich, meint Ziemann.

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