zur Navigation springen

In Bützow muss man umplanen : Geld zu knapp für Schloßstraße

vom

Die Sanierung der Schloßstraße in Bützow wird sich wohl verschieben. Der Stadt fehlt gegenwärtig das Geld, um dieses Vorhaben umzusetzen. Für die Wollenweberstraße reicht es aber. In diesem Jahr wird gebaut.

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2013 | 10:58 Uhr

Die Schloßstraße wird wohl doch später saniert, als erhofft. Der Stadt fehlt das Geld, dieses großes Vorhaben umzusetzen. Noch im Januar hatten die Stadtvertreter dem Entwurf eines Gestaltungsplans ihren Segen gegeben.

Zunächst die Rühner Straße sanieren und dann gleich die Schloßstraße hinterher. Diesen ehrgeizigen Plan hatte man sich Ende vergangenen Jahres im Rathaus ausgedacht. Dabei stand man auch unter dem Druck, gemeinsam mit dem Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverband Güstrow-Bützow-Sternberg (WAZ) bauen zu wollen. Der bekommt 2013/14 noch einmal Fördermittel aus Brüssel für Abwasserbeseitigungsanlagen auch in Bützow. Und da wollte man sich gleich mit einklinken und gemeinsam mit dem WAZ bauen. Außerdem möchte das Straßenbauamt des Landes 2014 auch die Straße Vor dem Rühner Tor sanieren und in der Folge dann die Aalfangbrücke. Dafür sollten die anderen beiden Straßen rund ums Schloss fertigt sein.

Doch in einer gemeinsamen Sitzung des Haupt- und des Finanzausschusses mussten die Stadtvertreter und berufenen Bürger jetzt erkennen, dass dies so nicht umzusetzen sei. "Angesichts der Vorhaben, die in diesem Jahr noch anstehen, geht das einfach nicht", sagt Joachim Fiedler von der SPD-Fraktion. Da sei die Sanierung der denkmalgeschützten Nebelbrücke, die demnächst beginnen soll. Fördermittel stehen dafür bereit. Joachim Fiedler spricht von einem Kompromiss im Haupt-und Finanzausschuss. Beschlüsse gebe es aber dazu noch nicht

"Wir werden in diesem Jahr in der Kühlungsborner Straße, Wollenweberstraße und der Manzelstraße bauen", sagt Katja Gödke, Geschäftsführerin des WAZ. Während in Wollenweberstraße der WAZ für die Tiefbau verantwortlich ist, muss dort die Stadt den Straßenbau finanzieren. Wie auch in der Manzelstraße. Und da ist die Rühner Straße, in der der WAZ, das Landesstraßenbau Güstrow und die Stadt gemeinsam investieren.

Im kommenden Jahr soll dann die Straße Vor dem Rühner Tor neu gestaltet werden. Wieder sitzen da die Stadt, der WAZ und das Landesstraßenbauamt in einem Boot. Der WAZ plant auf jeden Fall so. "Das ist unser Ziel", sagt auch Ronald Normann vom Straßenbauamt. Und für die Zeit der Bauarbeiten in der Straße Vor dem Rühner Tor soll die Schloßstraße als Umleitungsstrecke dienen. "Wir als CDU-Fraktion hatten schon immer ein wenig Bauchschmerzen, den Schwerlasttransport dann durch eine sanierte Schloßstraße zu führen", sagt Fraktionschef Frank Schröder. In dieser Hinsicht gewinnt er der "erzwungenen" Zeitverschiebung sogar etwas Positives ab.

"Noch ist der Drops nicht gelutscht", sagt hingegen UBB-Fraktionschef Ralf-Peter Katzer. Man wisse noch nicht, was z.B. an Fördermitteln kommt und dergleichen mehr. Für ihn stehe nur fest: "Der WAZ wird und muss bauen, auch in der Schloßstraße." Was die Stadt macht, das müsse man sehen. Es gebe drei Varianten. Gleich mitbauen. Wenn das Geld fehle, um die Schloßstraße gleich mitzubauen, dann gebe es auch eine Option z.B. nur die Straße zu bauen und die Nebenanlagen später. Oder komplett später bauen, so die Überlegungen von Katzer. . "Dann machen wir die Straße wieder zu, so wie sie vorher war", sagt WAZ-Chefin Katja Gödke.

Im Jahr 2011 musste sich die Stadt entscheiden, wie die Straßen- und Brückensanierung rund um das Schloss erfolgen soll. Drei Varianten standen seinerzeit zur Auswahl. Bei der letztlich beschlossenen Variante mit Kreisel in der Möbelwerkskurve beliefen sich die Kostenschätzungen auf rund 700 000 Euro für die Stadt. Schon damals wurde aber deutlich, dass eine gleichzeitige Sanierung der Schloßstraße mit erheblichen Kosten verbunden ist. Die Berechnungen gingen von knapp 600 000 Euro aus, die Bützow dafür aufbringen muss. Das scheint bei der derzeitigen Haushaltslage eine Nummer zu groß zu sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen