Geld für Hallen kommt in Sicht - Stadt sieht Finanzierung der Sanierung am Lambrechtsgrund auf „gutem Weg“

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25. August 2008, 06:37 Uhr

Schwerin - „Es wird Zeit, dass die Stadt sich klar dazu äußert, wie sie das zusätzliche Geld für die Sanierung der Sport- und Kongresshalle bereitstellen kann“, sagt CDU-Fraktionschef Gert Rudolf. Handlungsbedarf sieht auch Silvio Horn, Vorsitzender der Fraktion Unabhängige Bürger: „Schließlich will die Stadtvertretung nach der Sommerpause entscheiden.“

Hintergrund der wachsenden Ungeduld: Das Innenministerium hatte die privat-öffentliche Sanierung der Hallen durch die Stadt und den Bauriesen Heitkamp nur unter der Bedingung abgesegnet, dass die Kommune ihren jährlichen Zuschuss zum Betrieb des Komplexes nicht wie ursprünglich geplant auf jährlich 2,4 Millionen Euro erhöht, sondern ihn mit 1,6 Millionen Euro auf der bislang schon gezahlten Höhe einfriert.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) befürchtet, dass sich die hoch verschuldete Landeshauptstadt ansonsten finanziell übernehmen würde. Als Ausgleich für die geringeren Jahreszahlungen schlug der Minister vor, dass sich die Stadt mit zusätzlichen Kosten in Höhe von acht Millionen Euro an den Investitionskosten für die Sanierung beteiligt. Dem hatte die Stadt zugestimmt und wollte dem Land eigentlich bis 30. Juni des Jahres aufzeigen, wie sie dieses Geld aufbringen kann.

Anlass zur Sorge bestehe dennoch nicht, so der amtierende Oberbürgermeister Dr. Wolfram Friedersdorff: „Die drei Millionen Euro, die wir durch den Verkauf städtischer Grundstücke erzielen wollen, sind durch Pläne bereits untersetzt.“ Mit Rücksicht auf die Verkaufsverhandlungen wolle er aber noch keine konkreten Standorte nennen. Im Gespräch sind laut SVZ-Informationen auch Flächen in Lankow und im Mueßer Holz.

Schwieriger gestaltet sich offenbar das Ziel, die restlichen fünf Millionen Euro durch den Verkauf von Anteilen städtischer Betriebe flüssig zu machen. Zwar müsse letztlich der neue Oberbürgermeister, der am 14. September gewählt wird, in dieser Frage mitentscheiden, so Friederdorff.

Er favorisiere jedoch einen Verkauf der noch 51 Prozent Anteile der Stadt an der Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft mbH (SAS) an die kommunalen Stadtwerke. Bekanntlich hält der private Entsorger Remondis die übrigen 49 Prozent. „Ich gehe davon aus, dass ein SAS-Verkauf eine politische Mehrheit findet“, so der amtierende OB.

Die Sanierung der Sport- und Kongresshalle sei keinesfalls gefährdet, so Friedersdorff. „Mit dem Land sind wir im ständigen Gespräch, im Oktober startet am Lambrechtsgrund der Ausbau des Sportinternats.“

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