Gefahr lauert beim Baden: Zwei Schüler in Schwaan verletzt

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10. Juli 2008, 06:57 Uhr

Schwaan - „Ich weiß gar nicht, ob wir als Stadt nicht in der Pflicht sind, an der Warnow-Brücke Schilder aufzustellen, die das Baden verbieten“, sagt Horst Lippert. Einer seiner Schüler habe sich am dortigen Anlegesteg oberhalb der Hubbrücke am Kopf verletzt. „Er hätte sich auch das Genick brechen können“, sagt Lippert besorgt. Das Wasser sei für einen Kopfsprung zu flach gewesen.

Eine andere Schülerin verletzte sich beim Sprung in die Warnow am Fuß. Auch unterhalb der Hubbrücke würden Menschen baden. Lippert weiß: „Dort gibt es Strudel.“ Die Stadt benötige daher dringend wieder eine öffentliche Badestelle.

Zur Erinnerung: Seit diesem Sommer ist der Strand auf dem Campingplatz Sandgarten nicht mehr öffentlich zugänglich. Das Gelände gehört zwar der Stadt, es ist jedoch verpachtet.

Unklarheit herrscht gegenwärtig noch im Schwaaner Rathaus, ob der Betrieb einer öffentlichen Badestelle vertraglich geregelt ist. „Ich kann mich daran erinnern, dass bei den Verhandlungen zur Erbbaupacht über eine solche Regelung gesprochen wurde. Wir wollten die Badestelle für die Schwaaner unbedingt erhalten“, sagt Bürgervorsteher Lippert.

Den Pachtvertrag hatte Bürgermeister Peter Faix gestern nicht zur Hand. „Da werden wir mal reinschauen, aber nicht heute und morgen“, so Faix.

Habe die Stadt keine Handhabe gegenüber dem Campingplatz, „muss man über Alternativen nachdenken“, sagt Horst Lippert. Andere Kommunen betreiben auch Badestellen. Verpflichtet ist die Stadt dazu zwar nicht, aber: „Wenn viele Menschen an einer Stelle baden gehen, muss sie als offizielle Badestelle zumindest beprobt werden“, sagt Nicolette Otto, Sprecherin im Schweriner Sozialministerium.

Das sei Sache des Kreis-Gesundheitsamtes. Für das Thema Sicherheit dagegen sei das städtische Ordnungsamt zuständig. „Wenn die Stelle zum Baden gefährlich ist, müssen Schilder aufgestellt werden“, sagt Otto.

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