Gebiss-Suche auf Autobahn 24

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13. Juni 2008, 12:29 Uhr

Hagenow - Einen ebenso kuriosen wie gefährlichen Einsatz mussten Autobahnpolizisten auf der A24, kurz vor Gudow, meistern. Die Polizisten waren gegen 8.30 Uhr auf Streife, als ihnen etwa zwei Kilometer vor Gudow an der Mittelleitplanke ein Fußgänger auffiel, der offensichtlich verzweifelt etwas suchte. Glücklicherweise herrschte zu dieser Zeit auf dem Stück der Autobahn noch kein reger Verkehr.

Die Beamten forderten den Mann umgehend auf, sich wieder auf den Seitenstreifen zu begeben. Dazu „lotsten“ sie ihn vorsichtig hinüber und sicherten den Verkehr ab.
Der 47-jährige Mann aus Ludwigslust erklärte den verdutzten Beamten, dass er aus Versehen einen Teil seines Gebisses aus dem Autofenster geworfen hatte. Während der Fahrt nahm er den oberen Teil seines Gebisses heraus, weil er es erst seit Kurzem hatte und sich offenbar noch erst an das Tragen gewöhnen musste. Er tat es in einen leeren Kaffeepappbecher. Etwas später, eben kurz vor Gudow, ließ er das Fahrerfenster herunter, um den vermeintlich leeren Pappbecher zu entsorgen und warf ihn aus dem Fenster. An das Gebiss darin hatte er in diesem Moment gar nicht mehr gedacht.

Ein paar Meter weiter fiel es ihm dann plötzlich wieder ein. Er fuhr sogleich auf den Standstreifen, zog sich seine Warnweste über und lief über die Autobahn zur Mittelleitplanke. Er suchte dann hoffnungsvoll nach seinen Zähnen im Wert von mehreren tausend Euro.

Auf den Standstreifen hätte der 47-Jährige gar nicht erst fahren dürfen. Das Parken dort ist ebenfalls untersagt, es sei denn, er hätte einen ausreichenden Grund wie eine plötzliche Autopanne oder einen Krankheitsfall gehabt. Allerdings zählt ein abhanden gekommenes Gebiss nicht dazu.

Mögliches Strafmaß: Parken auf der Autobahn – Bußgeld 40 Euro und 2 Punkte in Flensburg; über die Autobahn laufen – 10 Euro. Zu konkreten Gefährdungen kam es jedoch nicht.
Die Autobahnpolizisten unterstützten den Mann schließlich bei der Suche – allerdings vergeblich.

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