Geballter Protest gegen Bombodrom

von
01. Mai 2008, 09:07 Uhr

Mirow/Wittstock - Mehr als 2000 Menschen haben gestern in Mirow gegen das so genannte Bombodrom protestiert. An der 7. „Mirower Wasserdemo“ der Aktionsgemeinschaft „Freier Himmel“ waren laut Sprecher Gerhard Schneider außerdem rund 100 Boote auf dem Wasser beteiligt.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff und sein Brandenburger Amtskollege Matthias Platzeck (beide SPD) unterstützten mit ihrem Besuch die Forderung an die Bundesregierung, den ehemaligen sowjetischen Luft-Boden-Schießplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide nicht wieder in Betrieb zu nehmen. Ringstorff sagte, die Landesregierungen stünden hinter dem Protest. „Unsere gemeinsame Position ist klar: Wir brauchen diesen Schießplatz nicht und wir wollen diesen Schießplatz nicht“, sagte er. Dafür gebe es auch die Unterstützung beider Landtage. „Wir wollen eine friedliche Nutzung der Heide, denn davon hängen viele Arbeitsplätze ab. Damit steht und fällt die Lebensqualität einer ganzen Region“, betonte Ringstorff. Ein „Bombodrom“ dürfe nicht zerstören, was mit viel Mühe, Fleiß und Geld gemeinsam aufgebaut worden sei. Allein mehrere Hundert Millionen Euro seien investiert worden, damit der Tourismus erfolgreich sei.

Wie sein Schweriner Amtskollege sprach sich auch Platzeck erneut gegen den Bombenabwurfplatz aus. „Ein Truppenübungsplatz ist nicht durchsetzbar - weder gegen die Menschen in der Region noch gegen die Parlamente und Regierungen in Schwerin und Potsdam“, sagte er unter prasselndem Beifall.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen