Gebäude abgebrannt - Verdacht auf Brandstiftung

Ein privates Stallgebäude mit altem Stroh und ein Stallgebäude des Agrarbetriebes Karrenzin mit Baumaterial und Heu brennt. Die Feuerwehr hielt Brandwache bis in die frühen Morgenstunden.
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Ein privates Stallgebäude mit altem Stroh und ein Stallgebäude des Agrarbetriebes Karrenzin mit Baumaterial und Heu brennt. Die Feuerwehr hielt Brandwache bis in die frühen Morgenstunden.

Gleich zwei Gebäude stehen in der Nacht zu Samstag in Flammen. Kameraden aus insgesamt fünf Wehren sind im Einsatz, um den Brand in den beiden Ställen zu löschen. Ermittlungsbeamte schließen eine Selbstentzündung aus.

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20. Juli 2008, 08:50 Uhr

Karrenzin - Es ist Freitag um 23.22 Uhr, als die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Karrenzin und wenig später weitere Kameraden aus Wulfsahl, Groß Godems, Herzfeld und Ziegendorf alarmiert werden. In der Ringstraße in Karrenzin brennen zwei Gebäude – ein privates leerstehendes Stallgebäude, in dem altes Stroh lagert, und ein benachbarter ehemaliger Schweinestall des Agrarbetriebes Karrenzin mit Baumaterial und Heu.

Das Feuer ist nach Meinung der Feuerwehr vermutlich von dem privaten Stall ausgegangen. Zumindest lag in diesem Bereich der Hauptbrandherd. Zur Brandursache kann nur spekuliert werden. Nach Ansicht der Einsatzleitung kann man allerdings eine Selbstentzündung ausschließen, selbst das Heu sei alt und lagerte bereits seit langem dort, hieß es. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden ohne die Kosten des Löscheinsatzes auf rund 30 000 bis 50 000 Euro ein.

Über 50 Kameraden kämpfen stundenlang gegen die Flammen. „Vor allem die starke Rauchentwicklung machte uns zu schaffen, wir konnten fast nur unter Atemschutz agieren“, so der Einsatzleiter und Wehrführer von Karrenzin Burghard Wahls. Außerdem drohte das private Stallgebäude einzustürzen, weshalb die Brandbekämpfung sich als schwierig erwies.

Für die Kameraden keine leichte Aufgabe, hatten sie doch zeitgleich an zwei „Fronten“ die Flammen zu bekämpfen. Das erforderte den großen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer, zumal andere Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft gefährdet waren. Nach rund zweieinhalb Stunden konnten die ersten Wehren wieder abrücken, für die Karrenziner allerdings war die Nacht erst am Sonnabend gegen 9 Uhr beendet. Sie stellten die Brandwache und sorgten dafür, dass keine neuen Flammen entstanden. Noch in der Nacht waren Kriminalisten vor Ort und begannen mit den Ermittlungen. Dabei wurden auch Jugendliche befragt, die am Rande des Brandortes das Geschehen verfolgten.

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