Gasexplosion in Wohnhaus

Durch die Wucht der Detonation wurde ein Dachfenster herausgeschleudert und landete im Vorgarten. Die Qualitzer Feuerwehr schloss das Loch im Dach notdürftig mit einer Plane. Foto: Claudia Röhr
Durch die Wucht der Detonation wurde ein Dachfenster herausgeschleudert und landete im Vorgarten. Die Qualitzer Feuerwehr schloss das Loch im Dach notdürftig mit einer Plane. Foto: Claudia Röhr

Begleitet von einem lauten Knall gehen am Sonntagabend in einem Einfamilienhaus in Qualitz Scheiben zu Bruch, Wände wackeln. Wie durch ein Wunder bleiben die Bewohner des Hauses unverletzt. Wie es zu der Gasexplosion kommen konnte, ist noch unklar.

von
22. September 2008, 07:48 Uhr

Qualitz - Es ist kurz vor 21 Uhr am Sonntagabend: Es gibt einen lauten Knall, den auch die Nachbarn hören, Bilder fallen von den Wänden, Scheiben klirren. Die Druckwelle ist so stark, dass sie ein Dachfenster des Einfamilienhauses aus der Verankerung reißt. Es landet zusammen mit Dachziegeln im Vorgarten.

Nachbar Dirk Seewald, beim Zubettgehen überrascht, eilt hinaus. „Einen Knall habe ich gar nicht gehört, aber wie das Dachfenster rausflog und runterrutschte“, erzählt der Qualitzer. „Ich dachte, das wäre auf meinem Dach“, sagt er weiter. „Wir wussten zunächst gar nicht, was passiert war“, erinnert sich Feuerwehrmann Edwin Norde an den Einsatz. Er und seine Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Qualitz treffen wenige Minuten nach der Explosion am Unglücksort ein. „Es gab kein Feuer“, sagt Norde. Der Sohn der Familie, so heißt es später, will einen kurzen Feuerblitz gesehen haben.

Auf dem Hof steht ein Propangastank. Die Therme befindet sich im Keller des Hauses. Die Polizei spricht von einer Gasexplosion. Gestern waren Gutachter vor Ort. Zur Ursache gibt es aber noch keine Aussagen. Nach SVZ-Informationen hatte die Hauseigentümerin am Sonntag erstmals in diesem Herbst die Heizungsanlage eingeschaltet.

„Die Bewohner hatten viel Glück“, sagt Polizeisprecherin Yvonne Burand. Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich die 41-jährige Hauseigentümerin und ihr 17-jähriger Sohn in dem Gebäude. Beide wurden ins Bützower Krankenhaus gebracht. „Sie erlitten einen Schock“, sagt Burand, blieben ansonsten aber unverletzt. Die Hausbesitzerin kann sich nur an einen lauten Knall erinnern, berichtet eine Angehörige gegenüber SVZ. Herbeigeeilte Nachbarn, von der Explosion aufgeschreckt, führten die Frau und ihren Sohn aus dem Haus. „Sie waren voller Staub“, erzählt die Angehörige weiter.

Durch die Wucht der Detonation wackeln die Wände, Mauersteine und Putz fallen zu Boden. „Eine Wand hat es 20 Zentimeter nach außen gedrückt“, erzählt Feuerwehrmann Edwin Norde. Es gebe Risse und Verwerfungen. „Die Statik hat erheblich gelitten“, sagt Yvonne Burand. Das einstige Bauernhaus darf vorerst niemand mehr betreten. Die Familie, im Haushalt lebt noch ein weiterer Sohn, ist bei Verwandten untergekommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen