Bürgermeisterwahl ist u. a. Thema in England : Gadebuscher wählen auch im Königreich

Vier Kandidaten, ein Kreuz - Ein Stimmzettelmuster.Michael Schmidt
Vier Kandidaten, ein Kreuz - Ein Stimmzettelmuster.Michael Schmidt

Die Wahl eines ehrenamtlichen Bürgermei sters in Gadebusch wird auch zu einer internationalen Angelegenheit. Denn auch im Ausland wollen Wahlberechtigte ihr Kreuz auf dem Stimmzettel machen.

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10. November 2010, 01:20 Uhr

"Schon 100 Wähler haben in den ersten drei Tagen die Briefwahl-Unterlagen angefordert. Auch von England, Spanien und China aus wollen Gadebuscher sich an der Bürgermeisterwahl beteiligen - eben per Briefwahl", sagt der stellvertretende Wahlleiter Matthias Jankowski. Wichtig sei dabei, dass die Briefwahlunterlagen auch rechtzeitig aus dem Ausland zurück nach Gadebusch geschickt werden. "Sie müssen bis zum 28. November, 18 Uhr hier vorliegen", verdeutlicht Jankowski. Danach beginnt wie in allen vier Gadebuscher Wahlbüros das Auszählen der Stimmen. "Im Foyer des Gadebuscher Rathauses werden wir voraussichtlich gegen 19 Uhr das vorläufige Wahlergebnis für die Bürger bekannt geben können", sagt Jankowski.

Zur Wahl des ehrenamt lichen Bürgermeisters stellen sich am Sonntag, 28. November eine Frau und drei Männer: Ingrid Schafranski (CDU), Ulrich Howest (SPD) sowie die Einzelbewerber Ulf Bartel und Gunnar Eichler. "Im Gegensatz zur vorherigen Wahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters hat sich die Zahl der Kandidaten damit verdoppelt. Wir hoffen auf eine gute Wahlbeteiligung", verdeutlicht Jankowski. Nach seinen Angaben sind 4375 Gadebuscherinnen und Gadebuscher wahlberechtigt. Bereits 16-Jährige können ihr Votum bei dieser Wahl abgeben.

Im Juni 2002 standen sich Ingrid Schafranski und Ulrich Howest als Kandidaten gegenüber. Letzterer entschied die Wahl zu seinen Gunsten. Er konnte damals 53,4 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen, Schafranski erzielte 46,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,1 Prozent.

Bei der Wahl 2010 könnten die Gadebuscher zweimal zu den Wahlurnen gerufen werden. "Sollte kein Kandidat die erforderliche Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen im ersten Durchgang erhalten, folgt zwei Wochen später eine Stichwahl", so Jankowski.

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