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Wismar : Fusion der Ausländerbehörde besiegelt

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Bürgermeister Beyer und Landrätin Hesse schrieben gestern Geschichte: Gemeinsam unterzeichneten sie den Vertrag zur Zusammenlegung der Ausländer-/ Staatsangehörigkeitsbehörde Wismar und NWM.

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erstellt am 29.Apr.2011 | 09:18 Uhr

Wismar | Im Senatssaal des Wismarer Rathauses schrieben Bürgermeister Thomas Beyer und Nordwestmecklenburgs Landrätin Birgit Hesse gestern Geschichte: Gemeinsam unterzeichneten sie den Vertrag zur Zusammenlegung der Ausländer-/Staatsangehörigkeitsbehörde der Hansestadt Wismar und des Landkreises Nordwestmecklenburg. "Der Vertrag ist so ausgearbeitet, dass die Kooperation dennoch besteht, auch wenn es nicht zur Fusion zwischen dem Landkreis und der Hansestadt kommt", sagte Landrätin Birgit Hesse, die Freude strahlend den Vertrag unterzeichnete. Viel diskutiert haben die Vertragspartner während der Vorbereitung zur Fusion schon, aber nie gestritten, versicherten Beyer und Hesse. "Das war ein gutes und pragmatisches Zusammenwirken aller", sagte Bürgermeister Beyer.

Neuer Sitz in der Dr.-Leber-Straße 2a in Wismar

Mit den Unterschriften des Bürgermeisters und der Landrätin überträgt die Hansestadt Wismar die Aufgaben der Ausländerbehörde auf den Landkreis Nordwestmecklenburg. Als Leiter des Ordnungsamtes Wismar hatte Jörg Maschkowitz auch die Leitung der Ausländerbehörde in der Hansestadt inne. Nun trat er diese Aufgabe an Margret Rudolph, Fachdienstleiterin Ordnung, Sicherheit und Straßenverkehr des Landkreises, ab. "Ein bisschen Wehmut gehört schon dazu, denn die meisten Mitarbeiter der Behörde kenne ich seit gut 20 Jahren. Aber ich finde es eine gute Sache, dass wir diesen Schritt gegangen sind. Denn im ganzen Land ist es die erste Kooperation zweier Körperschaften überhaupt", sagte Jörg Maschkowitz, der die Zusammenlegung als eine gute Alternative zur Kreisgebietsreform bezeichnete.

Die Ausländerbehörde hat ab dem 1. Mai ihren neuen Sitz in der Dr.-Leber-Straße 2a in Wismar. Dort werden zukünftig acht Mitarbeiter sich um insgesamt 2900 Ausländer aus dem Landkreis und der Hansestadt kümmern. Mit der frühzeitigen Fusion, noch vor dem 4. September, können immense Kosten gespart werden, wie Beyer und Hesse gestern mitteilten.

Datenbanken werden aufeinander abgestimmt

Bereits in dervergangenen Woche waren die drei Mitarbeiter des Landkreises, Margret Rudolph, Margit Winkelmann und Siegfried Gettel, mit ihren gepackten Kartons von der Malzfabrik in die Dr.-Leber-Straße 2a nach Wismar gezogen. Jetzt müssen nur noch die Datenbanken aufeinander abgestimmt werden.

Am Montag, so Margret Rudolph, wird die neue Software eingestellt, damit die Bürgerinnen und Bürger ab Dienstag, 3. Mai, die Ausländerbehörde wieder erreichen können. Telefonisch erreichbar ist die Ausländerbehörde für alle Einwohner des Landkreises Nordwestmecklenburg und der Hansestadt ab sofort unter den Grevesmühlener Rufnummern 03881-722 490 oder 03881-722 491 - diese gelten auch für die Wismarer.

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