Für „Peter Petersens“ Schüler Rundum-Erneuerung

Mehr als nur neue Fassade für alte „Linden-Schule“: Die Schüler von „Peter Petersen“ sollen in gut einem Jahr in das frisch sanierte Gebäude in der Lindenstraße ziehen. Drei Millionen Euro kostet die Rundum-Erneuerung.

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11. Juni 2008, 08:57 Uhr

Rostock - Herausreißen, prüfen und erneuern: In dem 96 Jahre alten Schulgebäude in Rostocks Lindenstraße 3a hämmern und bohren seit Anfang Juni zahlreiche Bauarbeiter. Ein Gerüst umschließt die ehrwürdigen Mauern. Viel mehr wird von dem Gebäude auch nicht übrig sein, wenn die Schüler der Jenaplanschule „Peter Petersen“ nach den Sommerferien 2009 wieder die Schulbank drücken.

Drei Millionen Euro steckt die Hansestadt in das marode Gebäude, „aber der Kern ist solide“, sagt Petra Günter, Projektleiterin der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, -entwicklung und Wohnungsbau. Sie hält die Fäden und den Bauplan in ihren Händen. „Wir machen innen und außen fast alles neu“, sagt sie.

Behindertengerecht mit Aufzug
Die Liste ist lang: Bessere Energiebilanz, Brand- und Schallschutz, neue Fenster und Türen, moderne Heizung, Sanitär- und Elektroanlage. „Viele Schäden sehen wir auch erst, wenn wir genau hinter die Fassade gucken“, sagt die Chefin am Bau. Unter den Dielen stoßen die Handwerker zum Teil auf sehr marode Holzkerne. „Die müssen komplett neu“, sagt Günter.
Wo damals ein Reetdach geschützt hat, nehmen Dachdecker zurzeit die mittlerweile maroden Dachziegel ab. Nach der bundesweiten öffentlichen Ausschreibung im Mai arbeiten jetzt rund 30 Firmen aus Rostock und Umgebung an der Komplettsanierung. Die Planung liegt in den Händen von Rügendamm-Architekt André Keipke.

Der Clou wird der neue Aufzug werden. „Die Schule soll behindertengerecht umgebaut werden“, sagt Martin Meyer vom Amt für Schule und Sport. Das Gebäude eigene sich mit seinen 3000 Quadratmetern Gesamtfläche besonders für die Jenaplanschule.

„Ideal für Ganztagsunterricht und sogar mit Rückzugsräumen zum Ausruhen“, erläutert er und beschreibt das Konzept der kommunalen Schulart. 83 dieser Jenaplanschulen gibt es deutschlandweit. Klassen werden hier durch jahrgangsübergreifende Stammgruppen ersetzt. „Die Jüngeren lernen von den Älteren“, sagt Meyer.

293 Schüler bis zur achten Klassenstufe
Als Bestandteil der Grundschule am Margaretenplatz lernen Schüler seit 1996 in der kommunalen Schule. Vier Jahre später wurde sie zur eigenständigen Grundschule. Die Nachfrage bei den Eltern wuchs, so dass mit dem neuen Schuljahr 2008 auch ihre Kapazitäten erweitert werden: der Grundschule wird eine Gesamtschule angeschlossen.

Doch in das neue Gebäude dürfen die bislang 217 Jugendlichen erst in einem Jahr. Bis dahin unterrichten die Lehrer von „Peter Petersen“ weiter in der Wallstraße. In einem Jahr rechnen die Verantwortlichen bereits mit 293 Schülern bis zur Jahrgangsstufe Acht. „Es soll einmal bis zur 13 gehen“, sagt Meyer. Dann werden die ersten Abiturienten die Schule in der Lindenstraße 3a verlassen.

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