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Staßenverkehr : Für mehr Sicherheit der Schulkinder

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Die Polizei in Boizenburg bemängelt, dass viele Kinder und Jugendliche früh morgens zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind oft schlecht zu sehen sind.

svz.de von
erstellt am 16.Nov.2011 | 12:25 Uhr

Mit der Zeitumstellung im Oktober hat die Polizei in Boizenburg verstärkt junge Fahrradfahrer kontrolliert und einige Mängel an der Beleuchtung festgestellt, wie Kriminalhauptkommissar Mario Funk jetzt bilanzierte. 150 Räder wurden von den Beamten überprüft, 20 Mal haben sie eine mündliche Verwarnung ausgesprochen und mehrere Kontrollberichtsverfahren eingeleitet. "Von einer Ahndung mit Geldstrafen wollten wir nochmal absehen", sagte Funk. Stattdessen hatten die Kinder und Jugendlichen Gelegenheit, die Mängel nachweislich auszubessern. Oft seien die Lampen aber auch einfach nur nicht eingeschaltet worden, obwohl sie funktionierten, so der Beamte. Offensichtlich sei es "uncool", mit Licht zu fahren. Da das aber gerade in der dunklen Jahreszeit gefährlich werden kann, konzentriert sich die Polizei auch in den kommenden Wochen verstärkt auf die Sicherheit an den Schulen und den naheliegenden Bushaltestellen in Boizenburg und Zarrentin.

"Kinder und Jugendliche sind das schwächste Glied im Straßenverkehr", begründet Mario Funk diese Einsätze, die sich nicht ausschließlich auf die jungen Fahrradfahrer konzentrieren. Auch die Eltern werden unter die Lupe genommen, denn während sie ihre Jüngsten zur Schule bringen, geraten offenbar einige Sicherheitsvorkehrungen außer Acht. Beim Hinbringen und Abholen der Kinder müsse es oft zügig gehen, so Funk, sodass Autos einfach irgendwo unwidrig geparkt werden, was zum Teil für chaotische und gefährliche Situationen vor den Schulen sorge. Hinzu komme, dass Erwachsene und Kinder oft nicht angeschnallt seien. Elf Verstöße gegen die Gurtpflicht konnten die Beamten bislang feststellen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Kontrollen: richtig eingestelltes Licht an den Autos, angemessene Reifen für den Winter und Geschwindigkeit an Schulen und Bushaltestellen.

Mario Funk appelliert nochmals an die Eltern, daran zu denken, dass viele Kinder und Jugendliche früh morgens zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind und dabei oft schlecht zu sehen sind. Deshalb: den Kindern helle Kleidung anziehen; die Funktionstüchtigkeit ihrer Fahrräder überprüfen und sie nochmal darauf hinweisen, das Licht auch anzuschalten; selbst auf eine angemessene Geschwindigkeit vor allem an Schulen zu achten, sowie die eigene Autobeleuchtung zu überprüfen und endgültig auf Winterreifen umzurüsten - und das nicht nur wegen der Polizeipräsens, sondern für die eigene Sicherheit und die der Kinder.

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