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Starker Zugang nach den Festtagen : Für Fundtiere ein Zuhause auf Zeit

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Den ersten großen Schwung an Fundtieren hat Karin May gerade bewältigt. Zwischen den Jahren musste sie innerhalb kürzester Zeit einen Zulauf von fünf Fundhunden managen, die die Feiertage "außer Haus" verbringen wollten.

svz.de von
erstellt am 04.Jan.2011 | 06:49 Uhr

Hagenow | Den ersten großen Schwung an Fundtieren hat Karin May, Betreiberin des Heimes für Tiere im Hagenower Bollenkamp und der Tierpension auf dem Hof Selle in Kuhstorf, gerade erst bewältigt. Zwischen den Jahren musste sie innerhalb kürzester Zeit einen zusätzlichen Zulauf von fünf Fundhunden managen, die die Feiertage "außer Haus" verbringen wollten. Hinzu kamen jene Tiere, die panische Angst vor den Silvesterböllern hatten, und die das Weite suchten. Glücklicherweise konnte Karin May diese Hunde ebenso kurzfristig wie sie zu ihr kamen wieder an die Halter zurückgeben.

Sorgen machen die Dauergäste im Heim für Tiere am Bollenkamp

Sorgen machen ihr die Dauergäste im Heim für Tiere. Dabei handelt es sich um Fundtiere, Hunde und Katzen, die Wochen und sogar Monate bei ihr verbringen, weil sich kein neues Herrchen oder Frauchen für die Tiere finden.

"Die Fundtiere haben mitunter schon einiges in ihrem Leben durchmachen müssen", erzählt Karin May. Sie denkt dabei u.a. an den Beagle-Mischling "Flecky".

"Das Tier war in seinem früheren Zuhause offensichtlich mit einer Kette so fixiert, dass sich der Hund nicht groß bewegen konnte. Die Abdrücke der Kette sind an seinem Hals immer noch zu sehen. Tierfreunde haben den Hund dann ins Tierheim gebracht. Nun ist ,Flecky zur Vermittlung freigegeben", ist von ihr zu erfahren. Und wie das Hunde-Leben so ist, gibt es bei allen Härten auch erfreuliche Nachrichten.

Dackel-Dame sorgte vor acht Wochen für eine Überraschung

Die kleine schwarze Dackel-Dame "Pauline" sorgte vor knapp acht Wochen für gute Nachrichten. Sie war trächtig, keiner sah es ihr an, sie brachte Junge zur Welt. Inzwischen erfreuen sich die drei kleinen Teckel-Racker bester Gesundheit. Die Welpen sind ab Mitte Januar zu vermitteln. Interessenten können sich an das Heim für Tiere wenden. Die Tierschützerin erkennt bei den Fundhunden einen erschreckenden Trend. "Die meisten Fundhunde, die wir beherbergen, sind jugendliche Tiere. Viele schaffen sich Welpen an, weil die so niedlich sind. Doch wenn die Tiere pubertieren, wenn sie anfangen Arbeit zu machen, dann werden sie ausgesetzt", gibt sie zu bedenken.

Im Heim für Tiere sind acht Fundhunde und 80 Katzen in liebevolle Hände abzugeben. Wer sich für ein Tier interessiert, kann sich mit Karin May (015119605208) in Verbindung setzen. Ab diesem Jahr gibt es eine neue Regelung: "Wer sich ein Tier ansehen möchte, zahlt bei mir zunächst Eintritt. Zeit ist für mich Geld, und ich kann es mir, angesichts der vielen Besucher am Bollenkamp, zeitlich nicht erlauben, ständig die Interessierten zu betreuen, weil ich dann nicht zum Arbeiten komme. Der Eintritt wird natürlich beim Kauf eines Tieres verrechnet", so Karin May abschließend.

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