Güstrower Jürgen Liebscher läuft jetzt fast täglich Ski : Für die Seele und die Gesundheit

Jürgen Liebscher hat seine Loipe längst gezogen. Vom Magdalenenluster Weg startet er zum Inselsee. REgina Mai
Jürgen Liebscher hat seine Loipe längst gezogen. Vom Magdalenenluster Weg startet er zum Inselsee. REgina Mai

Skilangläufer erleben gerade paradiesische Zeiten. Sie frönen ihrem Sport und genießen dabei die Schönheiten der Natur. Schnee und Eis formen friedliche und auch bizarre Landschaftsbilder.

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30. Dezember 2010, 11:40 Uhr

Fast jeden Tag schnallt sich Jürgen Liebscher (72) die Skier unter. Für eineinhalb bis zwei Stunden ist er am Inselsee unterwegs. "Am liebsten laufe ich auf Schöninsel", sagt der Güs trower und schwärmt von der wunderschönen hügeligen Landschaft und der Unberührtheit der Natur. Auch in den Heidbergen sei er schon unterwegs gewesen, aber seltener. Dort fehle ihm der weite Blick in die Landschaft.

Der Frost habe dafür gesorgt, dass der Schnee bestens dafür geeignet ist, mit den Brettern eine Spur durch die Landschaft zu ziehen. Jürgen Liebscher schnallt am liebsten die Bretter gleich vor der Haustür am Magdalenenluster Weg unter. Ein bisschen bedauert er, dass er nicht auf den Inselsee kann. Der Schnee sei zu schnell gekommen, das Eis darunter zu dünn. So wärme quasi das Wasser von unten. Folge ist ein leichter Wasserfilm, der den Schnee klebrig macht. "Wenn der See aber gut zugefroren ist, reicht schon eine dünne Schneeauflage und es läuft sich herrlich", erzählt Jürgen Liebscher und weiß, dass seine Frau es gar nicht gern sieht. Deshalb habe er immer ein Handy dabei, damit er erreichbar ist.

"Es muss schon richtig zur Sache gehen"

Der 72-Jährige läuft seit Jahrzehnten Ski. In jüngeren Jahren habe er sich auch gern Berge hinuntergestürzt. Jetzt beschränke er sich auf den Langlauf. Und wenn es in Güstrow an Schnee mangelt, fährt er mit seinen Frau Fanny Liebscher in den Harz. Dann und wann reizt ihn auch mal ein Wettkampf. Zweimal schon sei er bei Witzin die zehn Kilometer gelaufen. "Eine schöne Quälerei, andere waren viel schneller", gesteht er schmunzelnd. Aber es geschafft zu haben, habe ihm Genugtuung verschafft. Überhaupt belohne ihn der Sport mit Bestätigung und Zufriedenheit.

Jürgen Liebscher läuft nicht nur Ski, Sport ist ein wichtiger Teil seines Lebens. "Um mich gesund zu erhalten", sagt der 72-Jährige, der einst auf den Wunsch des Vaters Flugzeugbau studierte und später in vielen Firmen arbeitete, zuletzt im Landmaschinenbau in Güstrow. Zweimal in der Woche geht er ins Fitnessstudio, einmal in die "Oase" zum Schwimmen. Mit dem Kajak überquert er den Inselsee. Auch hier, so berichtete der gebürtige Rostocker, wählt er am liebsten eine Schleife um Schöninsel. Wandern stünde ebenfalls regelmäßig auf dem Programm. Mit Freunden, so berichtet der 72-Jährige, treffe er sich zweimal im Jahr zu Wandertouren, oft in den Mittelgebirgen. Spazieren gehen sei dagegen gar nichts für ihn. "Es muss schon richtig zur Sache gehen", gesteht Jürgen Liebscher. Der Ehrgeiz, ein selbst gestecktes Ziel zu erreichen, treibe ihn bis heute.

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