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Dodow: 20-jähriges Firmenjubiläum : "Fruchtquell" dreht 2011 gewaltig auf

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"Fruchtquell" startet vor allem mit guten Zahlen in`s Jubiläumsjahr. Schon jetzt laufen die Abfüllanlagen auf Volllast, Ende des Jahres sollen mehr als 400 Millionen Einheiten an Getränken produziert worden sein.

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erstellt am 05.Apr.2011 | 11:19 Uhr

Der Traditionsbetrieb "Fruchtquell" startet mit breiter Brust und vor allem mit guten Zahlen in das Jubiläumsjahr. Schon jetzt laufen die Abfüllanlagen auf Volllast, am Ende des Jahres sollen mehr als 400 Millionen Einheiten an Getränken produziert worden sein. Im vergangenen Jahr hatte die Zahl noch bei 360 Millionen gelegen. Dabei hatte es von 2009 bis 2010 ebenfalls schon eine Steigerung um 20 Millionen Einheiten gegeben.

Unternehmen holt am 7. Mai "Karat" nach Dodow

Das eigentliche Betriebsjubiläum wird dem Datum nach zwar erst im November begangenen, so lange soll mit dem Feiern aber nicht gewartet werden. "Fruchtquell" wird einen Teil seiner Feiern auf das Wochenende des Dodower Blütenfestes vom 6. bis 8. Mai legen. Erster Höhepunkt: Am Abend des 7. Mai wird dank des Einsatzes der zur Hartinger-Gruppe gehörenden Firma die legendäre Gruppe "Karat" auf dem Dodower Festgelände spielen. Allein zu diesem Konzert werden bei gutem Wetter sicher hunderte Besucher erwartet. Heimliches Ziel der Organisatoren vom Dodower Sportverein ist es, die Zahl von 2000 Zuschauern zu knacken, die vor Jahren beim Torfrock-Konzert in Dodow fast erreicht worden war. Der zweite Teil des Betriebsjubiläums soll am 8. Mai mit einem groß angelegten Tag der offenen Tür in dem Riesenbetrieb begangen werden. Für die Besucher soll es in der Zeit von 10 bis 16 Uhr einen vorbereiteten Rundgang mit etlichen Stationen und vielen Erläuterungen geben.

Das alles wird vor dem Hintergrund einer sehr erfreuliche Betriebsentwicklung stattfinden. Hintergrund für den optimistischen Produktionsausblick sind neue Großverträge mit wichtigen Lieferanten. Neben der Saftproduktion mit dem Schwerpunkt Apfel rückt dabei immer mehr die Mineralwasser-Herstellung aus eigener Quelle in den Mittelpunkt. Den größten Trumpf von "Fruchtquell" bekommen jedoch nur Eingeweihte zu sehen. Genauer gesagt sind es acht Trümpfe und jeder von ihnen fasst 1,5 Millionen Liter. Die Rede ist vom neuen Tanklager mit den weltweit größten Tanks für Apfeldirektsaft. Zusammen mit den schon vorhandenen Kapazitäten kommt "Fruchtquell" auf 34 Millionen Liter, die an Säften und Konzentraten eingelagert werden können. Für eine kostengünstige Massenproduktion in kurzen Zeiträumen sind diese Vorräte marktentscheidend wichtig. Mit Einheiten sind vor allem Flaschen in allen Variationen und andere Verpackungen für Flüssigkeiten gemeint. Neuester Schrei, der gerade getestet wird, sind 5-Liter-Tetra-Packs für ausgesuchte Fruchtsäfte, die z. B. für Familien geeignet sind.

Zwischenlager für die Produktion wird aufgebaut

Um die ehrgeizigen Produktionsziele zu erfüllen, drängt ein anderes Problem immer mehr in den Vordergrund, die Lagerung der Produkte. In diesem Jahr wird auf dem Betriebsgelände zu diesem Zweck ein großes Zelt als mobiles Zwischenlager errichtet. Das soll nach Auskunft von Geschäftsführer Frank Jehring möglichst Platz für bis zu 3000 Paletten bieten. Auch hier ist der Kunde König, und der bestellt oft nach Wetterlage. Das Unternehmen, das dann schnell, preiswert und in großen Mengen liefern kann, ist klar im Vorteil.

Dieser Wettbewerbsvorteil verstärkt sich noch, wenn auch noch die Rohstoffe aus eigener Produktion kommen. "Fruchtquell" setzt weiter voll auf diese Karte und wird auch in diesem Jahr seine Plantagenflächen erweitern. Zunächst geht es lediglich um 70 Hektar, weitere Flächen sollen folgen. Langfristiges Ziel, so Jehring, sei es, wieder auf gut 1000 Hektar Anbaufläche zu kommen. Gegenwärtig bewirtschaftet der Obstbau schon mehr als 800 Hektar. Der Vorteil eigener Produktion zahlt sich vor allem bei schlechten Ernten aus, wenn die Preise für das Obst in die Höhe schnellen und man selbst preiswert geerntet hat.

Nachteil, bei großen Ernten und geringen Preisen, kehrt sich das Ganze um. Langfristig ist es jedoch deutlich besser, wenn man auf eine eigene Produktion bei Äpfeln oder Johannisbeeren setzen kann.

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