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Experte für Indianer: Museumsbetreiber Friedrich Gehricke dpa

svz.de von
07. Februar 2010, 07:10 Uhr

Neubrandenburg | Die Tage des privaten Indianermuseums in Gevezin unweit von Neubrandenburg scheinen gezählt. "Es ist uns nicht gelungen, unsere Ausstellung wirtschaftlich rentabel am touristischen Markt zu positionieren", sagt Friedrich Gehricke, Sohn des 81-jährigen Inhabers Karl-Heinrich Gehricke. Aufgeben wollen Vater und Sohn ihr Projekt allerdings nicht. Vielmehr sind sie auf der Suche nach einer anderen Immobilie für die mehr als 4000 Exponate.

Die Ausstellungsstücke sind bislang auf 300 Quadratmetern in einem Gutshaus wenige Kilometer westlich von Neubrandenburg zu sehen. Das Indianermuseum gilt als die weltweit größte private Sammlung authentischer und originaler Gegenstände, die die Entwicklung der indigenen Bevölkerung Nordamerikas dokumentieren. Das neue Objekt sollte näher dran sein an weiteren Anlaufpunkten für Touristen und "bezahlbar sein", sagt Friedrich Gehricke. Bisher werde das Museum von Besuchern gezielt aufgesucht, künftig solle noch mehr auf "Laufkundschaft" gesetzt werden. Viele Optionen hätten sich aufgetan, viele wieder zerschlagen. "Aber noch suchen wir weiter in Mecklenburg-Vorpommern."

Der frühere Richter Karl-Heinrich Gehricke erfüllte sich vor fünf Jahren mit der Ausstellung in Gevezin einen Lebenstraum. Mehr als 40 Jahre hatte er Nordamerika bereist, kontinuierlich Kontakte zu verschiedensten Indianerstämmen geknüpft und deren Vertrauen gewonnen. Oft war er dabei beschenkt worden. Die Gaben und auch Tauschobjekte stapelten sich in seiner Berliner Wohnung, bis er im Ruhestand gemeinsam mit seinem Sohn die Sammlung in Mecklenburg-Vorpommern öffentlich machte, um ein umfassendes Bild der Indianer zu vermitteln.

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