zur Navigation springen

Güstrow: 7. Euro-Cup im Elektro-Rollstuhlhockey : Freunde kämpfen um Tore

vom

Mit lauten Fanfarenklängen wurde der 7. "Euro-Cup" im Elektro-Rollstuhlhockey am Sonnabend in der Güstrower Sport- und Kongresshalle eröffnet.

svz.de von
erstellt am 11.Jul.2011 | 11:35 Uhr

Mit lauten Fanfarenklängen wurde der 7. "Euro-Cup" im Elektro-Rollstuhlhockey am Sonnabend in der Güstrower Sport- und Kongresshalle eröffnet. Die Neubrandenburger Fanfaren brachten gleich von Beginn an prächtige Stimmung in die Halle. Neun Mannschaften kämpften zwei Tage lang um die besten Plätze. Darunter der Deutsche Meister aus München, Vizemeister aus Ladenburg und natürlich die "Nording Bulls" aus Mecklenburg-Vorpommern, die im Sportverein 90 Lohmen organisiert sind.

"Erstmals ist auch das Team aus Tschechien dabei", verrät Günter Möser vom Vorstand des Fördervereins der Nording Bulls. Gemeinsam mit Monika Knauer, der Geschäftsführerin des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes M-V, organisierte der Verein dieses hochkarätige Event. Schade nur, dass so wenige Zuschauer den Weg in die Kongresshalle fanden.

Was von den behinderten Sportlern, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, geboten wurde, war nämlich sehenswert. In der ersten Runde spielten alle Mannschaften gegeneinander. Zuerst traten Rocky Rolling Wheels Berlin II gegen St. Augustin Tigers aus Nordrhein-Westphalen an. Hier schlugen sich die Tigers recht ordentlich. Die Nording Bulls waren erst in der dritten Runde aktiv. Bei ihnen spielt u.a. der 21-jährige Rostocker Silvio Grubert mit, der seit 2004 zur Mannschaft gehört. "Hockey ist meine Leidenschaft", stellt er sachlich fest, auch wenn er nach seinem ersten Training einen Muskelkater "in seinen Knochen" verspürt habe. Auch für Matthias Krása, der in der Nähe von Kiel zu Hause ist, gehört das Elektro-Rollstuhlhockey schon lange zum Leben dazu. "Ich spiele seit 1988, habe im Ruhrgebiet eine Mannschaft mit aufgebaut", erzählt der 42-Jährige. Nachdem er nach Kiel umgezogen war, half er den Nording Bulls und gehört seit 1996 zur Mannschaft.

Der Euro-Cup ist für Matthias Krása etwas Besonderes. "Es ist ein bekanntes Turnier, bei dem sich Spieler über Ländergrenzen hinweg austauschen können", erzählt er. Während des Spiels kämpfe zwar jeder um die meisten Tore. "Doch nach dem Spiel sind alle gute Freunde", sagt er. Seine Mutter, Hanna Krása, war am Sonnabend unter den Zuschauern. Sie drückte den Mecklenburgern natürlich die Daumen, beklatschte gerechterweise aber auch die Leistungen der anderen Mannschaften.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen