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Saisonstart zu Ostern wird vorbereitet : Freilichtmuseum Mueß öffnet sich zur Seeseite

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Ein Besuch des Freilichtmuseums in Mueß soll in diesem Jahr spannender werden. Dafür haben Museumsdirektorin Kröhnert und ihre Mitarbeiter eine ganze Palette von Maßnahmen auf den Weg gebracht.

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erstellt am 08.Apr.2011 | 10:42 Uhr

Ein Besuch des Freilichtmuseums in Mueß soll in diesem Jahr deutlich interessanter und spannender werden als früher. Dafür haben Museumsdirektorin Gesine Kröhnert und ihre Mitarbeiter eine ganze Palette von Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu gehört vor allem, dass das Museumsdorf jetzt auch von der Seeseite wahrgenommen werden kann und respektive sich der Blick von Mueß auf das Wasser weitet. "In Abstimmung mit der Naturschutzbehörde wurden dazu im Uferstreifen, den die Stadt erworben hat, Unterholz und Bäume aus dem Erlenbruchwald herausgenommen", berichtet Kröhnert. So würden einerseits neue Sichtachsen entstehen, andererseits hat das Museum mehr Platz zur Verfügung.

Und den braucht es auch. "Wir wollen den historischen Dorfcharakter rekonstruieren, also die Einzelgehöfte mit ihren alten Grundstückseinfassungen, ihren individuellen Besonderheiten und traditionellen Bepflanzungen sichtbar machen", erläutert Volker Janke. Dafür werden derzeit mehr als 300 Meter Hecken mit Nutzgehölzen angepflanzt - verwendet werden Ebereschen, Pfaffenhütchen, Flieder, Haselnuss und Schlehen sowie rund 40 Bäume, vor allem typisch Mecklenburger Obstbaumarten, gesetzt. "Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir jetzt noch von den Buga-Ausgleichspflanzungen profitieren können", sagt Kröhnert.

Durch die Pflanzungen entstehen gleichzeitig auch neue Wegebeziehungen, der Besucher geht künftig auf geschlängelten Pfaden über das Areal und kann viel mehr historische Details entdecken. "Der Erlebniswert steigt, der Museumsbesuch wird abwechslungs- und spannungsreicher", versichert Janke. Gewollte Nebenwirkung: Das Museumsdorf Mueß werde so noch größer erscheinen.

Gewerkelt wird im Museumsdorf aber auch an den Immobilien. Die Kulturkate, in der die Fritz-Reuter-Bühne im Juli ihr Sommertheater inszeniert - in diesem Jahr wird das Jubiläumsprogramm zum 200. Geburtstag von Fritz Reuter aufgeführt - bekommt ein neues Reetdach. Bis zum Saisonstart zu Ostern soll die rund 600 Quadratmeter große Dachfläche nach historischem Vorbild, also als mit Stoßfirst und 30 Zentimeter Reetstärke, gedeckt sein.

Mit der geplanten Verlegung des Haupteingangs nach oben direkt an die Alte Crivitzer Landstraße soll sich die Eingangssituation grundlegend verändern und damit die Attraktivität des Volkskundemuseums deutlich zunehmen. Gestartet wird die Saison in diesem Jahr zu Ostern, allerdings nicht wie sonst mit einem Pflanzenmarkt. Der müsse wegen der vielen Umbauarbeiten ausfallen, so die Museumsdirektorin. Zur Eröffnung gibt es am 24. April um 15 Uhr eine Vernissage im Kunstkaten. Gezeigt wird die Ausstellung "Vergessene Denkmale der Liebe - Zeugnisse des Totenkronenbrauchs in Mecklenburg und Nordbrandenburg. Geöffnet ist das Museum ab Ostern täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr.

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