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13. Dezember 2017 | 08:24 Uhr

Freie Fahrt zur Hanse Sail

vom

svz.de von
erstellt am 02.Aug.2010 | 07:16 Uhr

Östliche Altstadt | Mit der Freigabe des Mühlendamms für den Verkehr hat die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung (RGS) gestern den ersten Stau-Brennpunkt im Osten der Stadt beseitigt. Wenige Tage vor der Hanse Sail rollen die Autos nun wieder uneingeschränkt über die für 3,9 Millionen Euro sanierte Straße. "Die Maßnahme ist in das Projekt Neue Warnowstraße eingebunden", sagt RGS-Chef Reinhard Wolfgramm. Deren erster Bauabschnitt bis zum Fischerbruch soll bis Ende August an den Mühlendamm angeschlossen sein. Zur Vorpommernbrücke hin sind die Arbeiten für September und Oktober geplant. Die Neue Warnowstraße selbst wird zwischen September und Mitte 2011 gebaut. "Sie soll vor allem das neue Wohngebiet erschließen", sagt Wolfgramm. Ihre Kapazität ist auf 7000 Fahrzeuge am Tag beschränkt.

Drei Monate Verzögerung durch Winter

Durch den extremen Winter waren die Bauarbeiten am Mühlendamm drei Monate lang im Verzug. "Dank eines optimalen Baufortschritts konnte der anschließend aufgestellte strenge Zeitplan eingehalten werden", sagt Wolfgramm. Innerhalb knapp eines Jahres wurden umfangreiche Tiefbauarbeiten vorgenommen. Die Straße selbst wurde grundsaniert, Wasserleitungen erneuert, ein neues Wehr zwischen Fischer- und Bleichergraben gesetzt. Probleme bereitete den Arbeitern vor allem der Baugrund. "Für den Straßenkörper und die zwei Meter hohe und vier Meter breite Brücke waren Pfahlgründungen und das Setzen von Spundwänden nötig", sagt Wolfgramm. Im Dezember 2009 wurde eine Behelfsumfahrung eingerichtet. "Zur Hanse Sail fertig zu werden, war das Wichtigste, da haben wir alle Kraft drauf gesetzt", sagt Wolfgramm. Denn die Vorpommernbrücke als Ausweichstrecke ist bis zu der Großveranstaltung, zu der mehr als eine Million Besucher erwartet werden, noch nicht wieder uneingeschränkt nutzbar.

Allerdings steht mit der Schleusenbrücke nur wenige Meter weiter das nächste Sorgenkind. Das Bauwerk muss bis spätestens 2012 erneuert werden, sonst droht ein Ersatzneubau. "Wahrscheinlich werden wir im kommenden Jahr mit ihrer Sanierung beginnen", sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Die Kosten veranschlagt das zuständige Tief- und Hafenbauamt bei 2,6 Millionen Euro. Die Summe hat dessen Leiter Heiko Tiburtius bereits in den Haushalt für 2011 eingeplant. Damit ist die Brücke zumindest in den kommenden Jahren das teuerste Sanierungsobjekt des Amts.

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