Internetplattform des ESF-Programms „Stärken vor Ort“ eingerichtet : Frauennetzwerk im Kreis gegründet

Im Netzwerk werden alle Angebote aus dem Bereich Beratung und die Mitwirkenden vorgestellt.
Im Netzwerk werden alle Angebote aus dem Bereich Beratung und die Mitwirkenden vorgestellt.

Frauennetzwerk Nordwestmecklenburg: Das Projekt beinhaltet den Aufbau eines Netzwerks aller im Bereich Beratung im Landkreis Nordwestmecklenburg Tätigen und gleichzeitig die Erarbeitung einer Internetplattform.

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18. November 2010, 11:16 Uhr

Mitte vergangenen Jahres fanden sich die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Nordwestmecklenburg und der Stadt Grevesmühlen mit Vertreterinnen von Beratungsstellen im Landkreis anlässlich der Auftaktveranstaltung des ESF-Programms "Stärken vor Ort" zusammen und stellten fest, dass sie zum einen voneinander nur wenig wussten und zum anderen über Angebote für Frauen im Landkreis nur wenig bekannt ist. Sie beschlossen, ein Projekt zu initiieren: Frauennetzwerk/Frauenlandbuch Nordwestmecklenburg.

Das Projekt beinhaltet den Aufbau eines Netzwerks aller im Bereich Beratung im Landkreis Nordwestmecklenburg Tätigen und gleichzeitig die Erarbeitung einer Internetplattform mit Informationen über Angebote für Frauen, Mädchen und Jugendliche im Landkreis. Das Projekt startete mit der Erfassung der Angebote in den Bereichen Gadebusch, Grevesmühlen und Rehna. In diesem Jahr folgten die Angebote für die Bereiche Boltenhagen, Klützer Winkel, Schönberg und Lützow-Lübstorf. Mittlerweile finden sich schon mehr als 1000 Datensätze zu Kindertagesstätten, Tagesmüttern, Behörden, Beratungsstellen, Ärzten, Selbsthilfegruppen, Freizeitangeboten usw. auf der Homepage, die unter der Adresse www.frauennetzwerk.drk-nwm.de zu finden ist. Die Projektleitung hat der DRK-Kreisverband Nordwestmecklenburg e. V. , übernommen: Ronald Kobel, stellvertretender Kreisgeschäftsführer, ist verantwortlich für den Internetauftritt. Maike Frey, Schwangerschaftsberaterin, koordiniert die Netzwerktreffen. Mit der Datenrecherche wurde die Grafik-Designerin Uta Stockdreher beauftragt, die Internetplattform betreut Volker Jödicke.

Das Netzwerk, das heißt die Mitarbeiterinnen der Beratungsstellen treffen sich mittlerweile regelmäßig mehrmals im Jahr zum Informationsaustausch. Aus den anfänglich acht Teilnehmern sind jetzt mehr als 20 geworden. Neben der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Sylvia Bruse nehmen die Beraterinnen der DRK-Schwangerschaftsberatung, Familienberatung und Familienbildung, der AWO-Kontakt- und Beratungsstelle für Opfer häuslicher Gewalt, der psychologischen und sozialpädagogischen Caritas-Beratungsstelle, der Migrationserstberatung der Diakonie (Gadebusch), der "Insel e. V.", der IMPULS Gleichstellungsregionalstelle für Männer und Frauen (SN) und des gemeinsamen Gesundheitsamtes Wismar und Nordwestmecklenburg regelmäßig teil. Die Mitarbeiterinnen der Schuldnerberatungsstellen Grevesmühlen und Gadebusch sowie die KISS Gägelow haben angekündigt, zukünftig im Netzwerk mitzumachen. Vertreter der Agentur für Arbeit, der Arge und der Ergotherapiepraxis Malchow und Welz waren schon zu Gast. Die Netzwerktreffen finden reihum in den Beratungsstellen statt. Informationen über Aufgabengebiete und Arbeitsschwerpunkte werden ausgetauscht, neue Vorhaben vorgestellt. Durch die Vernetzung der Akteure konnte die Arbeit in der Beratung viel effektiver gestaltet werden. Und das Infoportal im Netz wächst ständig. "Wir hoffen, dass nicht nur wir, sondern viele Internetnutzer auf die Informationen zugreifen", sagt Maike Frey. Was zum größten Teil noch fehlt, sind Informationen aus den Bereichen Neuburg, Neukloster/ Warin, Dorf Mecklenburg/ Bad Kleinen und Poel. Die Organisatoren hoffen, dass diese in einem dritten Projektschritt im nächsten Jahr ergänzt werden können. Langfristig soll es eine gedruckte Broschüre geben, in der alle Angebote aufgelistet sind. Dann würden auch diejenigen, die kein Internet haben, auf die Informationen zugreifen können. Aber hierfür ist die Finanzierung noch nicht geklärt.

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