Frau von Fluten im Auto mitgerissen

Unwetter-Katastrophe in Baden- Württemberg: Bei heftigen Überschwemmungen im Killertal sind in der Nacht mindestens drei Menschen ertrunken. Eine Frau starb in Jungingen als ihr Auto von den Fluten weggerissen wurde. Eine weitere Frau aus dem Wagen wurde später tot geborgen. In Hechingen überraschten die Wassermassen eine Frau im Keller ihres Hauses, sie ertrank ebenfalls. In Oberschwaben wurde ein Lokführer lebensgefährlich verletzt, als der Zug gegen umgestürzte Bäume prallte.

von
03. Juni 2008, 09:57 Uhr

Jungingen - Im Killertal nahe Hechingen rissen die Wassermassen zahlreiche Autos mit. In einem Fahrzeug befanden sich noch Menschen, sagte ein Polizeisprecher. In der Gemeinde Jungingen fiel der Strom aus. Ein Haus wurde dort unterspült und ist den Angaben zufolge vom Einsturz bedroht. Der Hausbesitzer brachte sich rechtzeitig in Sicherheit. Er habe beim Nachbarn Unterschlupf gefunden, sagte der Polizeisprecher. Im Raum Reutlingen wurden zahlreiche Keller und Straßen überflutet.

Insgesamt sind bei den schweren Unwettern in Baden-Württemberg am Montagabend nach Polizeiangaben mehrere Menschen getötet worden. „Es gab mehrere Tote“, sagte ein Polizeisprecher. Genauere Angaben dazu konnte er zunächst nicht machen. Im Zollernalbkreis wurde ein Krisenstab eingerichtet. In der Region wurden mehrere Autos weggeschwemmt. Zwischen Jungingen und dem rund sieben Kilometer entfernten Hechingen standen die Untergeschosse zahlreicher Häuser unter Wasser.

In Oberschwaben wurde ein Lokführer bei einem Zugunglück lebensgefährlich verletzt. Ein Regionalzug mit etwa 35 Fahrgästen sei auf der Strecke zwischen Herbertingen und Bad Saulgau (Kreis Sigmaringen) gegen zwei umgestürzte Bäume gefahren, sagte ein Polizeisprecher. Zwei Fahrgäste seien bei dem Zusammenprall leicht verletzt worden. Der Zugführer wurde eingeklemmt. Er wurde von der Feuerwehr geborgen und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Ein Fahrgast erlitt einen Schock, ein anderer brach sich den Arm. Die Fahrgäste seien von Notfallseelsorgern betreut und anschließend nach Hause gefahren worden, sagte ein Polizeisprecher.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen