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17. August 2017 | 13:48 Uhr

Fliesen haben europaweit Freunde

vom

Boizenburg | Das kommt mir aber spanisch vor, sagte Dr. Thomas Rabenau schmunzelnd zu Helen Paul und Lothar Scholz. Die Vorstandsmitglieder des gemeinnützigen Vereins "Erstes Deutsches Fliesenmuseum" betrachteten gerade mit dem Holländer Franz Jansen eine der Fliesen, die der Stuttgarter zur zwölften Tauschbörse mitbrachte. Das Stück erntete allgemeine Bewunderung und stammt aus dem Jahre 1910. Schade, dass nicht herauszubekommen ist, wer es denn für den Wettbewerb der Ofen- und Fliesenfabrik Meißen angefertigt hatte, bedauerte die Runde. Mit seinem Ausspruch hatte Rabenau, der zu den treuen Stammgästen der Tauschbörse gehört, die die Boizenburger seit der Eröffnung des Museums Jahr für Jahr veranstalten, weniger die Fliese gemeint, als die Blickfänge im Obergeschoss des Hauses. Dort sei für den leidenschaftlichen Sammler von Fliesen aber nichts seltsam, sondern alles nur wunderschön.

In diesen Räumen präsentiert der Verein in einer Sonderausstellung die Wiege der europäischen Fliesenkultur. Und die Einzelstücke und Tableaus stammen aus Spanien. Seit sechs Jahren entwickeln sich zwischen den Museen in Onda und Boizenburg gute Beziehungen. Beide sehen mit dem 18. Dezember ihrem nächsten Höhepunkt entgegen. Einige Vereinsmitglieder fahren dann zu den spanischen Freunden, um an einer Vernissage teilzunehmen. Dort wird dann die internationale Wanderausstellung eröffnet, die mit freundlicher Unterstützung von Hans van Lemmen, einer Koryphäe der Fliesenwelt, in Boizenburg gezeigt werden konnte.

Wie Helen Paul und Lothar Scholz erklärten, stricken die Boizenburger weiter an ihrem geplanten europäischen Fliesenmuseumsnetzwerk. Ende Oktober führt sie eine Reise zu einem Fliesenhistoriker in Belgien. Das Ziel ist eine weitere Ausstellung, die in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres in Boizenburg präsentiert werden könnte.

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erstellt am 24.Sep.2010 | 07:09 Uhr

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