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Fliegender Ochse hebt ab zum Schweriner Filmfest

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erstellt am 04.Mai.2010 | 08:33 Uhr

Schwerin | Der Ochse fliegt wieder. Gestern Abend wurde im Schweriner Traditionskino Capitol das 20. Schweriner Filmkunstfest eröffnet, dessen Maskottchen und Hauptpreis der fliegende Ochse ist. In den nächsten fünf Tagen bietet das Festival alles, was das Herz der Kinofreunde höher schlagen lässt: Mehr als 80 Filme werden in drei Wettbewerben und acht Spezialreihen gezeigt. Hinzu kommen Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Werkstattgespräche und als Markenzeichen des Schweriner Filmfestes die zahlreichen Möglichkeiten, mit Stars der Branche Tuchfühlung aufzunehmen. Dazu gehören Manfred Krug, der am Freitag mit Uschi Brüning ein Konzert im Capitol gibt und am Sonnabend den Ehrenpreis des Festivals, den Gol denen Ochsen, für sein Lebenswerk in Empfang nehmen wird, Hollywood- Kameralegende Michael Ballhaus, der die Spielfilmjury leitet, Regisseur Andreas Dresen als Chef der Kurzfilmjury, Schriftsteller Christoph Hein, Schauspielerin Hannelore Elsner und viele weitere Prominente.

Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass das Festival aus dem kulturellen Leben Schwerins nicht mehr wegzudenken sei. "Es ist ein wichtiger Meilenstein, Schwerin als Kulturstadt des Nordens weiter zu profilieren", sagte sie lobend. Kultusminister Henry Tesch beschrieb die Spezifik des Schweriner Filmkunstfestes so: "Es ist eine Heimstatt des gesellschaftlich engagierten Films und gibt den Künsten Raum zum Dialog". Dies übe eine besondere Anziehungskraft nicht nur auf Zuschauer, sondern auch auf Filmemacher und Schauspieler aus.

Das Festival lebt von seinem Facettenreichtum. Der Spielfilmwettbewerb bietet jungen Regisseuren des deutschsprachigen Raums ein ideales Podium, sich mit innovativen Arbeiten zu empfehlen. "Deshalb ist Schwerin für mich wichtiger als die großen Festivals, es bietet Überraschungen und offenbart ein großes künstlerisches Potenzial", fasste Juryvorsitzender Ballhaus das zusammen. Weitere Filmreihen sind der Kurz- und Dokfilmwettbewerb, die Retrospektive 20 Jahre Filmkunstfest Schwerin mit vielen preisgekrönten Streifen aus dieser Zeit, das NDR special, die bereits Montag gestartete Reihe "Gedreht in MV", das Kinderkino und die Hommage an Schauspieler Manfred Krug, dessen Filme im 20. Jahr der Deutschen Einheit Zeitzeugnisse sind. Hinzu kommen die Musik- und Kurzfilmnacht und die internationale Reihe "cinema of the world".

Dieses Konzept für das größte Publikumsfestival des Ostens findet immer breitere Unterstützung. So beteiligt sich in diesem Jahr erstmals auch die Bundesregierung an der Finanzierung mit 25 000 Euro. Neu hinzugekommen ist ein weiterer Preis - schon der 13. dieses Festivals: Die Architektenkammer vergibt ihren Medienpreis für einen besonderen Film zum Thema "Architektur in Mecklenburg-Vorpommern". Dies war zugleich Auslöser für eine weitere neue Reihe, den Architektenfilm. Drei Streifen zu diesem Thema laufen morgen Abend im Speicher.

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