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Sternberg: DRK-Ortsverband setzte mit Sommer-Aktion ein Zeichen : Fleißige Blutspender in der Ferienzeit

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Blut spenden - so begann für Heidi Jantzen der Sonnabendmorgen. "Vielleicht brauche ich es ja auch mal", sagt die Kobrowerin. Sie geht regelmäßig zum Blut spenden nach Sternberg.

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erstellt am 26.Jul.2011 | 11:41 Uhr

Blut spenden - so begann für Heidi Jantzen der Sonnabendmorgen. "Vielleicht brauche ich es ja auch mal", sagt die Kobrowerin und verweist auf die Nachrichten dieses Morgens über das schreckliche Attentat am Vortag in Oslo. Heidi Jantzen geht regelmäßig zum Blut spenden nach Sternberg. Da sie beim letzten Termin im Urlaub war, nutzte sie den extra angesetzten am Wochenende.

Planmäßig ist in jedem Quartal an zwei Tagen Blutspenden im Sternberger Seniorenzentrum angesagt - an einem Mittwoch und an einem Donnerstag. An diesen beiden Tagen kommen jeweils 80 bis 100 Spender. Nach der Premiere im Vorjahr kam der Blutspendedienst des DRK zum zweiten Mal zusätzlich an einem Wochenende nach Sternberg. Das sei gedacht für Nachzügler, wie Schwester Sylvia Rupnow sagt. Aber z. B. auch für Blutspender, die auswärts arbeiten und es am Alltag nicht zu den Terminen schaffen, oder für diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen zuletzt keinen Lebenssaft abgeben konnten.

So wie die Sternbergerin Henriette Judkowiak. "Normalerweise gehe ich regelmäßig am Mittwoch", erzählt sie. Ihre Schwiegermutter Helga Schakau, die schon seit drei Jahrzehnten Blut spendet, habe sie einst zum Mitkommen angeregt. Sie habe eigentlich Angst vor Spritzen, so Henriette Judkowiak. Doch wenn sie mit Bekannten gemeinsam her geht, lenkt das ab. Beim letzten Mittwochtermin durfte sie aber nicht spenden wegen der Eisenwerte im Blut. So kam sie am Sonnabend wieder: "Das ist schön...", sagt sie, nachdem ihr Schwester Sylvia Rupnow einen halben Liter von ihren insgesamt etwa sieben Liter Lebenssaft abgezapft hatte.

Neben ihr lag Elke Helms aus Pastin, die auch beim letzten Termin verhindert war. Es sei gut, dass es auch Sonnabend möglich ist, so die Pastinerin. Sie geht alle viertel Jahr und gab am Wochenende ihre 51 Blutspende ab.

"Wir sind sehr zufrieden", freute sich Christel Zimmermann, die beim Blutspenden in der DRK-Ortsgruppe Sternberg den Hut auf hat, über den Andrang. Insgesamt 36 Blutspender zählte sie an diesem Vormittag, darunter zwei Erstspender. "Wir freuen uns ganz doll." Währenddessen schenkte sie Frauen, die gerade ihren Lebenssaft abgegeben hatten, Kaffee ein. Auf den Frühstückstischen standen belegte Brötchen. Und es gab noch ein Eis als sommerliche Überraschung an einem regnerischen Tag. "Wir haben ganz fleißige Helfer in der Küche", so Christel Zimmermann. Viele Blutspender, die regelmäßig kommen, verbinden die gute Sache mit einem kleinen Schwätzchen. "Sonst trifft man sich ja kaum", sagt Heidi Jantzen.

"Die Spender sind fleißig", findet Syliva Rupnow, die mit ihren Kollegen über die Lande fährt, um Lebenssaft einzusammeln. Die Ferienzeit führt in diesem Jahr bisher zu keinen Einbrüchen bei den Blutspenden. "Diejenigen, die nicht wegfahren, kommen", so die Schwester vom DRK-Blutspendedienst. Dessen Teams machen täglich an bis zu drei Orten Station. Dort, wo besonders viele Spenden zusammenkommen wie in Parchim, Hagenow und Plau, sind sie mittlerweile sogar viermal im Jahr auch an Wochenenden. Das Blut wird täglich in die Zentrale nach Neubrandenburg gebracht, wo es untersucht und verarbeitet wird. Von dort wird es wiederum in die Krankenhäuser transportiert, wo es gerade benötigt wird. "Jede Blutgruppe ist wichtig", so Syliva Rupnow. Nicht nur die seltenen. Denn die häufigeren Gruppen werden auch häufiger benötigt. Derzeit seien aber auch keine Blutgruppen besonders knapp.

"Wir wollten ein Zeichen setzen", erklärte Olaf Steinberg, Vorsitzender des DRK-Ortsverbandes Sternberg, wird doch im Sommer besonders viel Blut benötigt. Wurden bei der ersten Wochenend-Aktion in Sternberg vor einem Jahr gerade einmal 16 Spender gezählt, so sprach Steinberg angesichts der Zahl 36 an diesem Samstag von einem "wundervollen Erfolg." Da lohne sich auch der Aufwand für den Blutspendedienst und die ehrenamtlichen Helfer. Dieser zusätzliche Samstag-Blutspendetermin einmal im Jahr sollte laut Steinberg beibehalten werden.

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