Feuerwehrmann im Einsatz verhaftet - Staatsanwaltschaft wirft ihm Brandstiftung vor

Noch während der Löscharbeiten wurde ein Gruppenführer der Neustädter Feuerwehr verhaftet - wegen des Verdachts der Brandstiftung.
Noch während der Löscharbeiten wurde ein Gruppenführer der Neustädter Feuerwehr verhaftet - wegen des Verdachts der Brandstiftung.

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14. Juli 2008, 01:35 Uhr

Die Kameraden der Feuerwehr in Neustadt-Glewe mussten während eines Löscheinsatzes am Sonntagabend miterleben, wie einer der Ihren festgenommen wurde. Er soll das Feuer gelegt haben, denn ein anderer Feuerwehrmann sah ihn kurz vorher mit dem Auto vom Ereignisort verschwinden. Fassungslosigkeit, als die Polizei anrückte. Die Freundin des Tatverdächtigen kauerte völlig geschockt an der Hauswand – in Tränen aufgelöst – und musste gestützt werden.

Bei der Polizei ging die Brandmeldung um 18.39 Uhr ein. Im Lager einer Kfz-Werkstatt waren Reifen in Brand geraten. Das Feuer griff auf andere Teile des Gebäudes über. Zum Einsatz kamen die freiwilligen Feuerwehren von Neustadt-Glewe, Groß Laasch und Hohewisch.

Die spektakuläre Festnahme aufgrund dringenden Tatverdachts hat staatsanwaltliche Ermittlungen ausgelöst. Das bestätigte am Montag Oberstaatsanwalt Ralph Ketelboeter. Der Feuerwehrmann habe in ersten Vernehmungen den Tatvorwurf vehement bestritten, sagte er. Weil der Festgenommene bisher strafrechtlich eine weiße Weste hat und außerdem nach Ansicht der Staatsanwaltschaft kein Fluchtverdacht besteht, will die auf die Beantragung eines Haftbefehls verzichten. „Der Tatverdacht bleibt bestehen, die Ermittlungen gehen weiter“, sagte Ketelboeter.

Nach Aussagen von Augenzeugen soll im Auto des Verdächtigen weiteres belastendes Material gefunden worden sein. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür nicht. Zeugen des Geschehens haben lediglich beobachtet, dass Polizeibeamte Spuren im Auto des Verdächtigen sicherten.

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