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25. September 2017 | 22:46 Uhr

Feuerwehr muss weiter warten

vom

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erstellt am 01.Okt.2010 | 07:01 Uhr

Gadebusch | Brenzlig kann es für die Freiwillige Feuerwehr Gadebusch im kommenden Jahr werden, wenn das alte Feuerwehrfahrzeug mit seiner Drehleiter keine TÜV-Plakette mehr bekommt. Der Wagen ist fast 30 Jahre alt. "Der Leiterpark des Fahrzeugs ist verschlissen, liegend können verletzte Personen nicht gerettet werden und bevor die Drehleiter ausgefahren werden kann, muss der Korb von den Kameraden angebaut werden," sagt Gadebuschs Wehrführer Wolfgang Ziegler. Das kostet Zeit, die die Feuerwehrleute im Ernstfall nicht haben. Abhilfe könnte ein Gebrauchtfahrzeug mit modernerer Drehleitertechnik schaffen. Die Kosten belaufen sich aber auf mehr als 250 000 Euro - Geld, das der Stadt fehlt. "Ich war eigentlich von Gebrauchtfahrzeugen geheilt, aber das Angebot der Firma Metz hat mich überzeugt", sagt Ziegler.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Firma Metz aus Karlsruhe mit Feuerwehrfahrzeugen und Drehleitern. Das Unternehmen kauft Gebrauchtwagen von den Berufswehren zurück und saniert diese. Mit dem so genannten Refurbishment werden Feuerwehrfahrzeuge und Drehleitern wieder flott gemacht, damit sie weitere 15 bis 20 Jahre ihren Dienst bei einer Freiwilligen Wehr fortsetzen können. "Wenn wir Fahrzeuge zurückgekauft haben, werden diese komplett zerlegt, damit wir die Aufbauten und Chassis sanieren können", sagt Metz-Vertriebsleiter, Wolfgang Guckert aus Karlsruhe. Die Firma hat sich zum Ziel gesetzt, Gebrauchtfahrzeuge soweit zu sanieren, dass sie den neuesten Standards entsprechen. In der jüngsten Stadtvertretersitzung in Gadebusch hat Vertriebsleiter Guckert den Stadtvertretern und Feuerwehrkameraden vorgeführt, welche Fortschritte die Wehr mit dem Kauf eines Gebrauchtfahrzeuges machen könnte. "Mit dem neuen Fahrzeug ist eine liegende Rettung möglich. Der Rettungskorb ist mit einem Monitor ausgestattet, so dass die Kameraden von oben aus den Korb steuern können", sagt Guckert.

Von den Vorteilen einer Neuanschaffung sind alle Stadtvertreter überzeugt: "Ich bin schon sehr beeindruckt von der neuen Drehleiter", sagt Ingrid Schafranski. Auch Linken-Politikerin Luise Krüger sprach sich für ein neues Fahrzeug aus. Dennoch haben die Kommunalpolitiker bedenken, was die Finanzen der Stadt angeht. Das Geld für den Kauf eines neuen Fahrzeuges fehlt definitiv. "Beim Innenministerium können wir noch Fördermittel beantragen. Ich weiß, dass wir da ganz oben auf der Liste stehen", sagt Wehrführer Ziegler. Die neue Drehleiter, so Ziegler, würde auch den Ämtern Rehna und Lützow zu Gute kommen. Aus diesem Grund wollen die Stadtvertreter noch einmal mit den Nachbargemeinden Gespräche über eine gemeinsame Finanzierung führen. "Wir müssen uns auch an den Landkreis wenden", sagt Stadtvertreterin Carmen Heitmann. Für die Feuerwehrkameraden heißt es warten, bis die Stadtvertreter sich einig geworden sind und die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen.

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