Rehnaer Brandschützer : Feuerwehr gefordert wie nie zuvor

<fettakgl>Wenn es diese </fettakgl>Leitplanke nicht gegeben hätte, wäre am 17. Januar  ein Lkw eine etwa fünf Meter tiefe Böschung hinabgestürzt. Bei dem Unfall wurde der 58-jährige Fahrer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Für die Rehnaer Feuerwehr war es einer der ersten Einsätze des Jahres 2010.<fotos>Michael Schmidt</fotos>
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Wenn es diese Leitplanke nicht gegeben hätte, wäre am 17. Januar ein Lkw eine etwa fünf Meter tiefe Böschung hinabgestürzt. Bei dem Unfall wurde der 58-jährige Fahrer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Für die Rehnaer Feuerwehr war es einer der ersten Einsätze des Jahres 2010.Michael Schmidt

Das Jahr 2010 wird in die Annalen der Freiwilligen Feuerwehr Rehna eingehen. Denn die Einsatzkräfte wurden zu 60 Einsätzen gerufen. Das ist das einsatzstärkste Jahr in der 110-jährigen Geschichte.

svz.de von
01. Januar 2011, 03:11 Uhr

Verdeutlicht Wehrführer Henry Wanzenberg (41).
Ein Grund für die hohe Zahl der Einsätze war unter anderem der extreme Sommer. "Allein im Juli hatten wir 17 Einsätze gefahren. Teilweise waren wir zwei bis drei Mal am Tag ausgerückt wegen der extremen Trockenheit", verdeutlicht Wanzenberg. Neben Feldbränden wurden die ehrenamtlichen Feuerwehrleute auch zu Gefahrguteinsätzen und Verkehrsunfällen gerufen.

Aktuell bereitet den Brandschützern die anhaltende Kälte Probleme. "Es ist schwierig bei diesem Wetter zugeschneite Hydranten zu finden. Wir haben darüber hinaus eine Art Bunsenbrenner auf dem Auto, damit wir vereiste Hydranten im Ernstfall auftauen können", verdeutlicht Wanzenberg.

Sorgenfrei ist die Rehnaer Feuerwehr hingegen bei der Nachwuchsgewinnung. "Wir haben mittlerweile 21 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr. Wir mussten den Nachwuchszulauf sogar ein wenig bremsen", so Wanzenberg.

Stabil ist die Zahl der aktiven Feuerwehrleute. So stehen derzeit 30 Brandschützerinnen und Brandschützer im Dienste der Feuerwehr. "Wir wären froh, wenn wir noch ein paar Mitglieder mehr hätten. Wenn wir wie im Sommer zwei Einsätze zeitgleich haben, kommen auch wir an unsere Leistungsgrenze", sagt Wanzenberg. Damals gab es in Lübstorf eine Chemieunfall. 70 Patienten einer Klinik mussten evakuiert werden. Zeitgleich ereignete sich auf der B104 bei Nesow ein schwerer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang.

Mit Blick auf den anstehenden Jahreswechsel hoffen die Rehnaer, dass es nicht zu Bränden durch Feuerwerkskörpern kommt. "Wir hatten schon Jahreswechsel, bei denen ein Stallgebäude, der Eingangsbereich einer Schule oder Container brannten", verdeutlicht Wanzenberg. Er warnt davor, mögliche Gefahren durch Feuerwerkskörper zu unterschätzen. Wer Raketen oder Feuerwerksbatterien manipuliert oder nachfülle, setze sich einem unkalkulierbaren Risiko aus.

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