Feuer zerstört Werkstattgebäude der SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen

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18. März 2008, 06:39 Uhr

Grimmen - Bei einem Großbrand ist in der Nacht zu Dienstag ein Werkstattgebäude mit Maschinenpark und Hofladen der SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden zerstört worden. Der Schaden wird auf rund 300 000 Euro geschätzt. Von den Bewohnern, 32 Behinderte sowie ihre Betreuerfamilien, wurde niemand verletzt. Die Brandursache war den Polizeiangaben zufolge bis zum Abend unklar. Die Ermittlungen am Brandort sollen am Mittwoch fortgesetzt werden. Das Technische Hilfswerk begann damit, die Brandruine des Hofladens aus Sicherheitsgründen abzureißen.

Das Feuer sei kurz nach Mitternacht von einem Radfahrer bemerkt worden, der dann die Bewohner geweckt habe, sagte Werkstattleiter und Hausbetreuer Rolf Martens. Es herrsche eine große Erschrockenheit, da vor drei Monaten bereits die Scheune abgebrannt sei.

Zum Zeitpunkt des Brandes wohnten etwa 50 Personen auf dem Gelände der Dorfgemeinschaft, tagsüber werden weitere geistig Behinderte in verschiedenen Werkstattbereichen betreut. Einige davon wie Gärtnerei und Holzwerkstatt könnten weiter betrieben werden, sagte Martens. Unmittelbar betroffen seien etwa 15 Behinderte im Bereich Wirtschaftspflege, Hofladen und Café.

Nach dem Brand Ende vergangenen Jahres ist die Scheune noch nicht wieder aufgebaut worden. Auch damals lagt der Schaden bei etwa 300 000 Euro. Die Brandermittler machten einen technischen Defekt als Brandursache aus. Martens verwies darauf, dass die Hilfsbereitschaft von Landwirten und Einwohnern der Umgebung seinerzeit sehr groß gewesen sei.

Die SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden wurde vor acht Jahren gegründet. Sie bietet rund 60 Werkstattplätze für Menschen über 18 Jahren mit geistiger Behinderung, etwa die Hälfte von ihnen leben auf dem Gelände in Wohngemeinschaften. Bundesweit gibt es noch in Niedersachsen und in Bayern zwei weitere dieser SOS-Dörfer für Behinderte.

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