Fernwärme und günstiger Strom für Güstrow

Weite Teile der Stadt Güstrow sind bereits ans Fernwärmenetz angeschlossen (rote Flächen). Mit der neuen Satzung sollen weitere Stadtteile (grün) hinzukommen. Grafik: Stadtwerke
Weite Teile der Stadt Güstrow sind bereits ans Fernwärmenetz angeschlossen (rote Flächen). Mit der neuen Satzung sollen weitere Stadtteile (grün) hinzukommen. Grafik: Stadtwerke

von
07. Januar 2009, 12:42 Uhr

Güstrow | Zwei Drittel der Güstrower könnten ab dem Jahre 2020 mit Fernwärme versorgt sein. Dazu sollen die Stadtvertreter Ende Februar eine Fernwärmesatzung beschließen, die sowohl ein Anschlussrecht aber auch einen Zwang festlegt (SVZ berichtete). Stadtwerke-Chef Edgar Föniger reagiert jetzt: Die politische Aufarbeitung der CDU sehe ihm doch sehr nach "Wahlkampf" aus, sagt er. CDU-Fraktionschef Torsten Renz hatte den Anschlusszwang und eine mögliche Monopolstellung der Stadtwerke kritisiert.

Föniger rückt gerade: Betroffen von der neuen Satzung wäre nicht ganz Güstrow, sondern nur 760 Grundstücke; möglich durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz Wärme. Schon jetzt gebe es ein Fernwärmenetz in vielen Bereichen (siehe Grafik, rote Flächen). Neue Flächen (grün) beträfen vor allem Teile der West- und der Oststadt. "Es ist nicht wirtschaftlich, Fernwärme- und Gasnetze gleichzeitig auszubauen", argumentiert Föniger. In den grünen Gebieten gebe es überwiegend keine oder sanierungsbedürftige Gasleitungen. Ziel sei es, dort die Wärmeversorgung komplett auf Fernwärme umzustellen. Dazu soll laut Satzungsentwurf für alte Anlagen Bestandsschutz bis 2020 gelten, zudem greifen Ausnahmen- und Härtefallregeln. Föniger: "Es betrifft nicht viele Hausbesitzer." Im Osten z.B. überwiegend Gewerbe.

Edgar Föniger betont das Anschlussrecht der Grundstücksbesitzer. Fernwärme sei günstiger als andere Wärmeversorgung. Über die Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen produzierten die Stadtwerke zudem preiswerten Strom, "der allen Güstrowern zugute kommt". Weiteres Plus: eine umweltgerechtere Energieversorgung für die Stadt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen