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Sommerprogramm mit mittelalterlichen Projekten in Groß Raden : Ferienkinder belagern Slawendorf

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Andrang in der altslawischen Tempelburg. Jeden Tag kommend zwischen 300 und 500 Besucher ins Freilichtmuseum in Groß Raden, um mittelalterliche Handwerkstechniken auszuprobieren.

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erstellt am 26.Jul.2011 | 11:14 Uhr

Andrang in der altslawischen Tempelburg. Jeden Tag kommend derzeit zwischen 300 und 500 Besucher ins Freilichtmuseum in Groß Raden, um im Ferienprogramm mittelalterliche Handwerkstechniken auszuprobieren.

"Wir bieten das ganze museumspädagogische Programm", sagt Heike Pilz, die Leitern des Museums. Dazu gehören Fladenbrot backen, Töpfern, Weben, Filzen, Spinnen, Leder und Speckstein bearbeiten, Stockkuchen backen, Zinngießen, Einbaum fahren. Zum Mitmachen können sich Besucher ganz spontan entscheiden. Nur größere Gruppen sollten sich anmelden.

"Fast alles geht auch bei Regen", erklärt Heike Pilz. Dann belagern die Betreuer mit den Kindern die nachgebauten mittelalterlichen Hütten des früheren Slawendorfes. Wenn es trocken ist, spielt sich das Spektakel im Freien vor den Hütten ab.

"Ich war selbst schon früher mal hier", sagt Bärbel Groth, Jugendsozialarbeiterin aus Dierhagen zwischen Rostock und Ribnitz, die mit einer ganzen Gruppe die Ferienspiele für einen Besuch in Groß Raden nutzte. Dierhagen wird 700 Jahre, so die Sozialarbeiterin, und aus diesem Anlass steht für die Kinder und Jugendlichen auch erlebte Geschichte auf dem Programm. Ob aus dem in der Nähe liegenden Naturdorf Eickhoff oder aus Pritzwalk - jeden Tag kommen ganze Gruppen zum Ferienspaß in die mittelalterliche Tempelburg. Die Museumspädagogen sprachen in den vergangenen Tagen u.a. mit Gästen aus Oldenburg, Bayern, der Schweiz, aus Holland, Dänemark und Berlin.

Eine Familie, die auf einem Zeltplatz bei Schwerin Urlaub machte, freute sich, dass sie sich für die Aktivitäten in Groß Raden anders als auf dem Campingplatz nicht vorher anmelden musste, erzählt Museumspädagogin Carina Sabban. Eine Oma aus Güstrow, die mit den Enkelkindern einen Ausflug nach Groß Raden machte, habe geklagt, dass es zu wenig Ferienangebote für Familien mit Kindern gibt, so Heike Pilz.

Ein Ausflug nach Groß Raden ist bezahlbar. Eine ganze Familie mit Kindern kann das Museum schon für fünf Euro besuchen. Kommen Gruppen von Kindern, werden gerade einmal 50 Cent pro Nase fällig. Für die einzelnen Projekte bei den Ferienspielen ist ein Extra-Obolus zu entrichten: zwischen einem und drei Euro. Das ist für den Materialeinsatz. Und dafür können die Kinder auch wieder etwas nach Hause nehmen. "Wir sind ein Familienmuseum. Wir sind eine Bildungseinrichtung", sagt Heike Pilz. "Und Bildung muss bezahlbar bleiben."

Neben dem normalen Ferienprogramm, an dem Interessenten im Juli und August täglich von 11 bis 17 Uhr mitmachen können, bietet das Freilichtmuseum einige besondere Events (lesen Sie unter: Sommerveranstaltungen).

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