Rostock: Ergometer-Landesmeisterschaften der Ruderer : Felix Drahotta wird Landesmeister

Die Anstrengung ist ihm ins Gesicht geschrieben, doch am Ende hat sie sich ausgezahlt: Felix Drahotta vom Olympischen Ruder-Club wurde Landesmeister auf dem Ruder-Ergometer. Detlef Nuelken
Die Anstrengung ist ihm ins Gesicht geschrieben, doch am Ende hat sie sich ausgezahlt: Felix Drahotta vom Olympischen Ruder-Club wurde Landesmeister auf dem Ruder-Ergometer. Detlef Nuelken

Bei den Ergometer-Landesmeisterschaften der Ruderer in der Hansestadt zeigte sich Drahotta am Sonnabend wieder gut in Schwung und holte sich den Titel.

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05. Dezember 2010, 06:41 Uhr

Rostock | "Das Concept-2-Ruder-Ergometer ist für Felix wie sein Wohnzimmer. Hier kann er seine gut hundert Kilo und 200 Zentimeter Körperlänge gut in Geschwindigkeit umsetzen und fast immer die 2000 Meter unter sechs Minuten rudern", so Coach Meinhard Rahn über den 21-jährigen Sportsoldaten.

Nach 5:57,70 Minuten blieb die Uhr stehen - knapp zwei Sekunden vor Phi-lipp Karnatz. Als "Rückkehrer" nach drei Jahren Wettkampf- und Trainingspause wieder in die regionale Ruder-Szene zurückgekehrt, hatte der 23-Jährige den Favoriten bis zur 1500-Meter-Marke hart gefordert. "Mit der Leistung bin ich zufrieden, denn das Stehvermögen kommt mit der jetzt beginnenden Trainingsphase", kommentierte der Student vom ORC seinen Silberrang.

Sennewald und Drygalla mit Silber und Bronze

Von den Rostocker Weltmeisterschafts-Startern und nach erst vier Trainingstagen stellte sich lediglich Ulrike Sennewald (ORC) der einheimischen Konkurrenz. "Wunder dauern natürlich etwas länger, und die 7:04,30 Minuten sind eine bessere Trainingszeit", nahm sie den zweiten Rang gelassen. Den Sieg holte sich die Schwerinerin Anne-Sophie Agarius. Seit etwas längerer Zeit ruderte die 20-jährige Nachwuchshoffnung unter der magischen Sieben-Minuten-Marke. "Wir sind die Rennen aus dem vollen Trainingspensum gefahren, deshalb haben wir noch Luft nach oben. Der Ansatz stimmt optimistisch, aber der Rest ist harte Arbeit", sieht Agarius keinen Grund zur Zufriedenheit.

U23-Weltmeisterin Julia Lepke vom Rostocker Ruder-Club musste wegen Krankheit passen und nutzte den Sonnabend zum leichten Training.

Rang drei sicherte sich Nadja Drygalla (ORC), die sich aber im Anschluss über die sieben Sekunden rechts von der Sieben-Minuten-Marke ärgerte.

Nach den "Vorbildern" durften die Jüngsten ran. Noch neunjährig, zeigte Henry Kallweit vom ORC den Mitkonkurrenten auf den Titel sein auf eine riesige Leinwand projektiertes "Computerheck". Bei den gleichaltrigen Mädels war Vereinskollegin Danice Spannaus nicht zu stoppen. Das Gold-Triple für ihren Verein machte eine Jahrgangs-

stufe höher Erich Kriedemann perfekt. In diesen drei Rennen hatten die Krakower, Stralsunder und auch die Ruderer vom anderen Ufer der Warnow vom RRC noch nicht den Erfolgsweg nach oben gefunden.

Wenig später gewannen aber Milena Schieweck (Stralsunder RC) und Elisabeth Ohlert vom Greifswalder Ruderclub "Hilda" 1892. Mit Gold vor der Brust durften auch Elisas GRC-Trainingskameraden Niklas Genkel und Karoline Hennig die Heimfahrt antreten. Bei den 97-er Jungen war Moritz Höffer von der Schweriner RG nicht zu schlagen, weshalb Tom Sklaschus (RRC) nur mit Silber belohnt wurde. Moritz wird von Olympiasieger Joachim Dreifke (1980/Doppelzweier) gecoacht.

Beim Bruderduell der Daberkow-Zwillinge aus Schwerin hatte Malte vor Ole das bessere Ende für sich und gewann verdient den Titel der B-Junioren (AK 15/16). "Dafür ist Ole auf dem Wasser etwas schneller", entschuldigte sich der Sieger bei seinem Bruder, der im Sommer die Deutsche Meisterschaft im Einer gewann. Bei den gleichaltrigen Juniorinnen war Hanna Krüger vom Rostocker RC nicht zu stoppen, während bei den A-Junioren Benjamin Goerke vor Hannes Staffeldt (beide Stralsund) triumphierte. Im 2000-m-Rennen der A-Juniorinnen setze sich Julia Leiding (RRC) vor Luisa Uhlig und Nadine Seehaus (beide ORC) durch.

Bei den Staffelrennen kochten die Emotionen hoch, und 350 Zuschauer in der Sporthalle der John-Brinckman-Grundschule kamen voll auf ihre Kosten.

Bei den 50-jährigen Master-Ruderern wurde Christian Fietz (HSG Uni) vor Martin Meermann (Schweriner RG)

neuer Champion, was eine Altersklasse tiefer (AK 43) Michael Hartmann vom ORC gelang.

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